GKV
Keine Erhöhung der Ärztehonorare bei der Barmer Ersatzkasse
Vor kurzem stellte die Barmer Ersatzkasse im Rahmen der Pressekonferenz die neueste Publikation „Gesundheitswesen aktuell 2009“ vor. Das Buch umfasst 300 Seiten mit Beitragsanalysen und könnte im Zuge der aktuell laufenden Debatten zur Bundestagswahl durchaus von großem Interesse werden.
In der Publikation vergleicht die Barmer Ersatzkasse reagierend auf die aktuelle Diskussion zum Thema Arzthonorare die Situation von 2007. Aus diesen schlussfolgert sie für 2009, dass eine Erhöhung der Honorare nicht in Frage kommt. Begründet wird diese Aussage mit den verschiedenen Ausgaben der verschiedenen Bereiche.
So hat ein Psychologischer Psychotherapeut gegenüber einem Radiologen bis zu 40 Prozent weniger praxisbezogene Ausgaben, ebenso schwankten demnach die Einnahmen in den einzelnen Facharztgruppen und in den verschiedenen Bundesgebieten. Als Rechnungsbeispiel gibt die Ersatzkasse ein durchschnittliches Honorar von 216.000 Euro jährlich an, von denen 54 Prozent Praxiskostenanteil abgezogen werden müsse und demnach ein GKV-Umsatz von 99.000 Euro pro Jahr ergeben würde.
Bezogen auf die unterschiedlichen Ausgaben konterte die Barmer Ersatzkasse auf die Frage nach der Gerechtigkeit mit der noch offenen Umstrukturierung und Umverteilung von Honorar und Kosten um die geforderte Gleichberechtigung bei der Geldervergabe zu erzielen. Aktuell verhandeln die Krankenkassen mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung über die Honorarfrage im Bewertungsausschuss.