Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Krankenhaus

10.03.2010 | 18:41 Uhr

Keine Privatsphäre im Krankenhaus für GKV Mitglieder?

leeres krankenhausbett 225x300 Keine Privatsphäre im Krankenhaus für GKV Mitglieder? BildWie die WAZ berichtete, sollen in Herner Kliniken zum Teil unhaltbare Zustände herrschen, was die Belegung der Krankenzimmer angeht. Drei-Bett-Zimmer, die mit fünf Betten belegt sind, während Privatpatienten in Wahlleistungszimmern Erste-Klasse-Komfort zur Verfügung stehen.

Besonders das St. Anna-Hospital trifft diese Kritik ehemaliger Patienten hart. „Da liegen fünf Personen, zum Teil mit Darmerkrankungen, beengt auf einem kleinen Zimmer. Wenn dann auch noch Besuch kommt, ist es wirklich nicht mehr auszuhalten”.

Ähnlich scheint es auch im Marienhospital zu sein. Dort mussten sich schon sechs Personen, Männer und Frauen, einen Toilettenraum teilen, der noch nicht einmal über ein Waschbecken verfügte und nur durch einen Vorhang vom Zimmer getrennt war. Privatsphäre sucht man hier natürlich vergebens.

Kein Mangel an der Qualität der medizinischen Versorgung

Allerdings stellte keiner der Patienten die Qualität der medizinischen Versorgung in Frage, sondern bemängelte nur die Überbelegung der Zimmer.

Theo Freitag, Geschäftsführer des St. Anna-Hospitals, räumte auf Nachfrage ein, dass es sich bei den mit fünf Patienten belegten Räumen um Vierbettzimmer handelte, wie sie früher noch üblich waren, doch solle nun das Haus um zwei Stockwerke erweitert werden, was dann Platz für 40 neue Betten schaffe.

Für das Marienhospital erklärte Verwaltungsdirektor Holger Raphael, daß es sich bei den beanstandeten Räumen um die letzten noch unrenovierter Zimmer mit „Durchlader-WC”, (Toiletten, die von beiden Seiten von je einem Zimmer begehbar sind) handelte. „Die kommen noch in diesem Jahr weg”, so Raphael.

Bild: flickr / A. www.viajar24h.com

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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