Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Philipp Rösler

10.03.2010 | 19:13 Uhr

Keine schnelle EinfĂĽhrung der Kopfpauschale

kopfpauschale 300x185 Keine schnelle EinfĂĽhrung der Kopfpauschale BildIn einem Bericht der Frankfurter Rundschau hat Bundeskanzlerin Angela Merkel einer vorschnellen EinfĂĽhrung der sogenannten “Kopfpauschale” eine klare Absage erteilt. Man wolle eher mit den steigenden Kosten im Gesundheitswesen anders umzugehen als bisher.

Außerdem plant, einem Focus-Bericht zufolge, das Bundesgesundheitsministerium das bisherige Preismonopol der Pharmabranche zu brechen. Danach sollen, wie in anderen Ländern üblich, die Hersteller in Zukunft direkt mit den Krankenkassen verhandeln können.

An Sanktionen, sollte sich die Pharmaindustrie nicht mit den Krankenkassen einigen, denke man über festgesetzte Höchstpreise nach, sowie Zwangsrabatte und die Möglichkeit, das Milliarden-Budget für alle patentgeschützten Mittel einzufrieren.

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler will seine Pläne auch gegen Widerstände in der Pharmabranche durchsetzen.

Rückendeckung bekam er von Jens Spahn, dem Gesundheitsexperten der Union, der ebenfalls für einen Zwangsrabatt, z.B. in Form eines Pharma-Soli warb, um in der Krankenversicherung Kosten zu sparen und der bereits vorschlug, den Herstellerrabatt per Gesetz für drei Jahre um zehn Prozent zu erhöhen, wodurch die Krankenkassen eine Milliarde Euro pro Jahr sparen könnten.

Bild: flickr / meddygarnet

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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