Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Komatrinken

2.06.2010 | 23:44 Uhr

Komasaufen führt zu teils schwerwiegenden Veränderungen im Gehirn

hirn Komasaufen führt zu teils schwerwiegenden Veränderungen im Gehirn  BildWashington – Forscher haben in einer Studie mit Affen herausgefunden, was schon länger vermutet wird: Komatrinken schadet dem jungen Gehirn in nicht unerheblicher Weise. Die Hirnregion Hippocampus ist mit einer Vielzahl an Veränderungen am stärksten betroffen.
Die heutige Unsitte vieler Jugendlicher, Partys mit exzessiven Trinkgewohnheiten zu feiern, ist sehr beunruhigend. Umso schlimmer die Lokale, die Flatrate-Partys anbieten. Die Folge: Experten fordern wesentlich höhere Steuern auf Alkohol, um die Jugendlichen zu schützen.

Wissenschaftler des Scripps Research Institute in La Jolla (Kalifornien) haben nun mit einer Studie an Affen die katastrophalen, langfristigen Folgen belegt. Im Zuge der Studie tranken die Affen täglich eine Stunde lang alkoholhaltige Getränke mit Zitronengeschmack. Die Tiere betranken sich dabei bis zu einem Wert von 2,5 Promille (bei Menschen), wie Blutalkoholtests zeigten. Die Kontrollgruppe erhielt keinen Alkohol. Die Gehirne der Affen wurden anschließend nach einer zweimonatigen Phase ohne Alkohol untersucht.

Die Wissenschaftler bemerkten mehrere Veränderungen in der Struktur des Hippocampus. Die Bildung von neuronalen Stammzellen, die sich anschließend zu Nervenzellen entwickeln, war deutlich verringert. Die Abweichungen im Wachstum der Nervenzellen waren ebenfalls beunruhigend.

Die Wissenschaftler waren auch deshalb besonders von den Veränderungen überracsht, weil diese auch nach zwei alkoholfreien Monaten noch ersichtlich waren. Daher wird nun vermutet, dass das sogenannte Komasaufen grundsätzlich langfristige und langandauernde Effekte auf die Hippocampus-Funktionen hat. Gerade der Hippocampus ist jedoch ein sehr wichtiger Teil des Gehirns, da dort Erinnerungen generiert werden, indem die Inhalte aus dem Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis übertragen werden. Anschließend werden diese an unterschiedlichen Stellen in der Großhirnrinde gespeichert.

Politiker und Eltern sind nun gefordert, auf die Jugendlichen einzuwirken und deren Trinkverhalten gegebenenfalls mit Sanktionen (Eltern) oder Steuererhöhungen (Politik) zu unterbinden.

Bild: flickr / brain_blogger

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

1 Kommentar zu “Komasaufen führt zu teils schwerwiegenden Veränderungen im Gehirn”
  1. Alina sagt:

    Schön und gut was sie da beschreiben aber Tests mit Affen sind einfach nur Asotzial !!

    Nur zur Info, wenn man einen Bericht ins Internet stellt sollte der Fehlerfrei sein. Schauen sie mal drüber

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