Der neue Morbi Risikostruktur Ausgleich der Krankenkassen kommt zum 1. Januar 2009. Ebenso wie der Einheitsbeitrag wird er grundlegendes ändern.
Der alt bekannte Risikostrukturausgleich (auf Deutsch Ausgleichszahlungen für “Risiken” unter den Krankenkassen) der Krankenkassen wird grundlegend verändert. In Zukunft wird der Beitrag von dem Arbeitgeber nichtmal an die Krankenkassen abgeführt sondern an einen Fond der das Geld wiederum an die Krankenkassen verteilt. Die Verteilung soll in Zukunft von der Morbidität (Krankheitsanfälligkeit) der Versicherten Personengruppen abhängig sein. Die ARD hat dazu einen Beitrag gedreht den ich euch nicht vorenthalten will. Leider kann ich den Beitrag hier nicht einbinden einfach auf das Bild klicken und ihr landet dort. Das Bild beschreibt auch nochmal gut den Zusammenhang des neuen Morbi RSA.

Wie immer auch eine kurze Videozusammenfassung meinerseits diese ist aber wegen der Länge am Ende zu finden.
Dieses Thema wurde ja in den letzten Tagen in der Presse ziemlich hochgespielt und sozusagen als die Verteufelung des Krankenkassensektors betrachtet. Aber ist das wirlich so?
Naja. Ok. Das System finde ich jetzt auch nicht perfekt. Profitieren werden gerade große Krankenkassen mit vielen Kranken davon (Bsps. die AOK´s).
Aber die andere Frage ist es neu!?
Und das ist eindeutig mit Nein zu beantworten. Der Risikostrukturausgleich orientiert sich schon seit 2003 auch an chronisch kranke Menschen. Durch die Disease Management Programme die in den Risikostrukturausgleich mitaufgenommen wurden. Mit in diesem 2003er Ausgleich (bezeichne ich mal so) waren bzw. sind Diabetes mellitus Typ 1 und 2, Brustkrebs, Koronare Herzerkrankung, Asthma und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Auch wenn die ganzen Krankenkassen zurzeit so eine Shwo abziehen dass sie jetzt ihre Datensätze nach Kranken durchsuchen müssen, glaube ich das alles nicht. Diese Daten wurden bei vielen schon lange durchsucht nach den oben genannten Krankheiten. Aber das wird natürlich nicht erwähnt! Und das viele Krankenkassen extra Werbemaßnahmen für diese Disease Programme geschaltet haben auch nicht.
Also die Mitteilung des KvSheriffs an diesem Punkt: Stellt euch nicht heiliger dar wie ihr seit und erzählt nich immer so einen Mist. Das ganze gibt es schon. Es ist nicht neu. Es wird nur verschärft.
Videozusammenfassung:
- Die Mitarbeiter der Krankenkassen gehen ihre Daten durch um die Krankenkstatistik aufzuarbeiten.
- Wenn Sie Zucker oder Bluthochdruck hatten landen Sie in dieser Statistik
- Die Siemens BKK fahndet zurzeit in Ihren Versicherten nach Krankheiten. Dafür geht Sie die Versichertennummern und die Krankheitsdiagnosen durch. Jede Kleinigkeit wird im Versichertenprofil zusammengetragen.(Algergische Reaktion, Atemprobleme usw.)
- Der Vorstand der Siemens BKK äußert sich zu der Tatsache der Vorteile für Krankenkassen durch eine hohe Anzahl an Kranken etwas bestützt. Er findet es eigenartig das Krankenkassen einen Anreiz bekommen möglichst viele Kranke Personen zu haben.
- Der Vorstand der Audi BKK findet das System menschlich betrachtet pervers.
- Laut derm Vorstand der Techniker Krankenkasse ist im neuen System nur ein Kranker Versicherter ein “guter” Versicherter
- Danach wird Bernd H. gezeigt. Der gerade seine Krankheit überwunden hat. Dann wird erklärt dass er im neuen System ein schlechter Versicherter ist.
- Kurz wird dann nochmal der Gesundheitsfond erklärt wie ich es oben auch versucht habe.
- Danach äußert sich der BKK Landesvorsitzende dass es wohl in Zukunft nurnoch sinnvoll sei Menschen Krank zu machen als diese zu heilen. Denn sonst bekommt man ja kein Geld mehr.
- Prof. Gläske (der das System mit entwickelt hat) erlärt seine Verwunderung darüber, was aus seinem ursprünglichen Plan wohl gworden ist.
- Danach sagt der Vorstand des Bundesversicherungsamt das eine Krankenkasse nur einen Vorteil von dem System hat wenn sie einen nicht Kranken Versicherten in dem System als Kranken Versicherten führen kann. Er glaubt dass dies aber nicht zu einem Maßenpahnomen wird.
- Dann wird der Finanzchef der Audi BKK gezeigt welche Versucht möglichst viele Kranke in seiner Kasse zu finden.
- Dafür gibt es einen Benchmark (Vergleich) unter den BKK´s wie oft welche Krankheit in den einzelnen BKK´s vorkommt. Somit kann die einzelne BKK sagen wo sie noch “zu wenig” hat.
- Danach wird Brigitt M. gezeigt die einen Bluthochdruck und gezeigt dass die jetzige Behandlung durch Bewegungstherapie in der Zukunft für die Krankenkasse unrentabel ist und eine Behandlung durch Tabletten mehr Geld aus dem Morbi RSA bringt.
- Dann wird auf das neue System der Bezahlung von Ärzten gezeigt. Das sich auch an Krankheiten orientieren soll.
Redaktion Gesundheitswesen Magazin
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