Dienstag, 22. Mai 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Zusatzbeitrag 2009

11.09.2009 | 14:37 Uhr

Krankenkassen: Nach Milliarden Überschuss folgen Zusatzbeiträge?

Die Krankenkassen haben im ersten Halbjahr einen Überschuss von 1,2 Milliarden gemacht. Da wird es wohl schwer sein, den Mitgliedern zu erklären, dass nun bald ein Zusatzbeitrag folgt. Doch so soll es wohl kommen. Die Leiterin des GKV Spitzenverbands rechnet Anfang 2010 mit einer Wellte von Zusatzbeiträgen. Betroffen sollen davon Millionen Bundesbürger sein. Trotzdem sieht sie weiterhin den Beitragssatz stabil bei 14,9 Prozent.

Sie rechnet schon für das Jahresende mit einer schwarzen Null bei vielen Kassen. Dies wäre schon früher der Fall gewesen, wenn die Krankenkassen nicht von dem Staat eine Finanzspritze bekommen hätten. Anfang Oktober sollen dann vielleicht schon erste Prognosen folgen. Denn dann erhalten die Krankenkasssen die neuen Finanzdaten und können ihre Finanzen neu kalkulieren.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

11 Kommentare zu “Krankenkassen: Nach Milliarden Ăśberschuss folgen Zusatzbeiträge?”
  1. Ciceroowl sagt:

    Der Bundeszuschuß ist aufgebraucht – Wo versickert die Staatsknete?
    (dfg 37 – 09) Die amtierende SPD-Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt MdB (60) und ihre Entourage sollten eigentlich absolut zufrieden sein. Man weiĂź zwar nicht, ob die Reaktion der Medien am 7. September 2009 strategisch so „eingeplant” war. Wenn ja, dann haben die wichtigsten Medien weitgehend so auf die Verlautbarungen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) reagiert, wie es kundige Thebaner hätten voraussagen können: Das BMG berichtete von einem „ÜberschuĂź” bei den Finanzen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 in Höhe von knapp ĂĽber 1,2 Mrd. €. Und nach der beherrschenden Nachrichtenagentur „dpa” plapperten die meisten diese „Nachricht” ohne weitere PrĂĽfung nach –nur wenige, wie z.B. das DĂĽsseldorfer „Handelsblatt”, blickten dezidierter hinter die GKV-Kulissen.
    Unter den Tisch fiel, daĂź z.B. der „ÜberschuĂź” nur zustande kam, weil der fĂĽr das Jahr 2009 gesetzlich normierte BundeszuschuĂź von 4 Mrd. € bereits fast vollständig im 1. Halbjahr geflossen

    Angesichts der wahren Gefechtslage um die Finanzen der GKV ist es kein Wunder, wenn im Wahlkampf 2009 der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Bahr MdB (32), die Bundesregierung auffordert°, Zahlen ĂĽber die “faktische Belastung” der gesetzlichen Krankenversicherung auf den Tisch zu lagen.

    Der Münsteraner Bundestagsabgeordnete erklärte, die GKV steuere auch wegen der
    Wirtschaftskrise auf ein gewaltiges Defizit zu, das zur Zeit noch durch Darlehen aus dem
    Bundeshaushalt kaschiert werde. Aber wenn die neue Bundesregierung nicht nach der Wah
    ganz schnell dieVorschriften„nachjustiert”, könnte der westfälische Bankkaufmann Recht
    behalten.

    Aber auch sonst ist ein genauerer Blick auf die GKV-Zahlen empfehlenswert. Auffallend ist, in welch erheblichem MaĂźe sich die Zahlen bei den acht Ersatzkassen und den fĂĽnfzehn Ortskrankenkassen unterscheiden. Beide Kassenarten vereinigen ĂĽber ein Drittel des GKV-Marktes unter ihren Fahnen. Aber ihre Finanzergebnisse können unterschiedlicher nicht sein. Verzeichnet die AOK-Familie einen „ÜberschuĂź” von rund 818 Mill. € in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009, so kommen die vdek-Kassen nur auf ein schlappes Plus von 4 Mill. €. Man weiĂź nicht, wer sich da „krank” und wer sich da „gesund” gerechnet hat. Vor allem, weil die AOK-Familie in Gesundheitsfonds-Zeiten es sorgsam vermeidet, Ergebnisse von Einzelkassen zu publizieren.

    Schaut man sich die AOK-Zahlen an, dann fällt auf, daĂź der Zuwachs fĂĽr die Ă„rztliche Behandlung fast 12 Prozent erreicht, während sie bei den Ersatzkassen weit unterdurchschnittlich bei 4 Prozent landet. Die gesamte Zuwachsrate in diesem Bereich kann aber nicht nur den Hausarztverträgen in Baden-WĂĽrttemberg und Bayern geschuldet sein. Da mĂĽssen Versichertenstrukturen und damit Morbiditätszuweisungen mit am DrĂĽcker gewesen sein. Doch so ganz vermag man das nicht zu glauben, wenn man sich die Zahlen bei den verbliebenen Innungskrankenkassen und – vor allem – bei den Ersatzkassen anschaut.

    Bisher ging man ja davon aus, daĂź z.B. die BARMER Ersatzkasse (BEK) in Wuppertal und die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) in Hamburg als „Super-Tanke( ähnliche „Versorgerstrukturen” wie die AOKen aufweisen wĂĽrden. Doch in den ersten sechs Monaten 2009 wiesen die Bilanzen der beiden Ersatzkassen tiefrote Zahlen auf. Bei der BEK stand nach dem Abzug der Gesamtausgaben von den Gesamteinnahmen ein Minus von 29,4 Mill. € in den BĂĽchern, bei der DAK sogar 35,7 Mill. €. Dagegen fuhr die mit einer anderen Struktur versehene Techniker Krankenkasse (TK) im gleichen Zeitraum ein Plus von 33,4 Mill. € ein, die wesentlich kleinere Hannoveraner KKH-Allianz sogar 30,3 Mill. €. Minusergebnisse erzielten auch die GEK (I. 7,2 Mill. €) und die Ende des Jahres von der Krankenkassenkarte per Fusion verschwindende Hamburger HaMĂĽ (./. 1,9 Mill. €). Finanziell wacker schlugen sich die Hamburger HEK mit ein Plus von fast 11 Mill. € und die Bremer hkk mit + 3,7 Mill. €. Viel interessanter werden diese Summen, wenn man sie pro Versicherten umrechnet: BEK .1. 4,34 €, TK + 4,64 €, DAK ./. 5,97 €, KKH-Allianz + 15,75 €, GEK ./. 4,26 €, HEK + 30,03 €, HaMĂĽ ./. 6,64 € und hkk + 12,01 €. Und schaut man auf die „wahren” Finanzergebnisse – berechnet man also auch die echten Verwaltungskosten mit ein, dann wird es fĂĽr die beiden groĂźen Dampfer aus dem Bergischen und von der Alster etwas trĂĽber. In den ersten sechs Monaten des Jahres soll die BEK rund 141 Mill. € „verbraten” haben, die DAK ĂĽber 105 Mill. €. Das heiĂźt, man lebt schon jetzt von den RĂĽcklagen. Kein Wunder, wenn man sieht, daĂź die Verwaltungskosten um mehr als 50 Prozent je Versicherten differieren, legt man die Kosten der hkk oder der HEK als Benchmark an. Eine GroĂź-Fusion wie z.B. mit der GEK wĂĽrde aktuell finanziell wenig bringen, da diese zur Zeit im laufenden Geschäft Miese produziert. Allerdings verfĂĽgen die Schwaben vdek-weit ĂĽber die geringsten Verwaltungskosten je Versicherten. Das interne Strukturpotential mĂĽĂźte eigentlich in Wuppertal wie in Hamburg Begehrlichkeiten wecken.

    Grins, dem sit nichts hinzu zufĂĽgen. er wird kommen der Zusatzbeitrag.

  2. RevengeofPKV sagt:

    Also was haben die letzten beiden Posts jetzt mit dem Thema zu tun?

    Ich versuche mal, zum Thema zurĂĽck zu kommen:

    Wir haben ja Wahlkampf. Also darf niemand den BĂĽrgern die Wahrheit ĂĽber die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenversicherung sagen, weil es sonst zu Aufständen in diesem schönen Land käme (schön wär’s ja…). Daran halten sich alle, auch die gesetzlichen Krankenkassen, denn die sind von der Politik abhängig. Deswegen hat die GKV natĂĽrlich einen Ăśberschuss erwirtschaftet – der sich nach der Wahl dann in ein völig unerwartetes Finanzloch wandeln wird. Die neue Bundesregierung wird folgendes erklären: “Nach einem Kassensturz haben wir feststellen mĂĽssen, dass uns die Vorgängerregierung einen Schuldenberg hinterlassen hat, der es uns unmöglich macht, unsere Wahlversprechen einzulösen …” Und nein, niemand wird sagen: “Tut mir leid …”!

  3. steffen sagt:

    So nach 3 Tagen mal wieder Internet ;-)

    Muss RevengeofPKV zustimmen. Bitte unter den Artikeln beim Thema bleiben. Anderes kann im Forum eröffnet werden.

    Habe die 2 Pressemitteilungen von Krankenkassen Kompass gelöscht. Hat einen werbemäßigen Charakter. Kann dem einen nicht verbieten hier Werbung zu veröffentlichen und es dem 2. dann erlauben. Glaube zwar nicht, dass es als Werbung deinerseits gedacht war, aber ein 3. könnte es denken.

    Denn ich hatte am Anfang schonmal das Problem, dass die Kommentare auf dem KvPortal Pro Krankenkasse waren. Pro Krankenkasse deshalb, weil die Beschäftigten von dort kommentiert haben ;)

    Bitte auch darauf achten, dass wenn Artikel ganz kopiert werden, es nur Pressemitteilungen sind. Sonst bekomme ich Probleme mit dem Urheberrecht.

    Viele GrĂĽĂźe

  4. ciceroowl sagt:

    Tuti kompellti kopiert

  5. ciceroowl sagt:

    Wie schon gesagt und mehrfahc geschrieben, es ist unausweichlich das unter den Bedingungne des Gesundheitsfonds, einige Kassenarten dazu gezwungen sind, aus welchen GrĂĽnden auch immer, den Zusatzbeitrag zu erheben.
    Es wird wahrscheilinch zum Erste nur der Zusatzbeitrag von 8 € pro Versicherten sein, ohne Prüfung des Gesamteinkommens.
    Der zweite Schrit wird denn der Gesamtbeitrag in Höhe von 1 % des Gesamteinkommens sein.
    Und dies erfordert von den Kassen einen sehr grossen logistischen. wie personellen Aufwand. Es müßte denn nach § 60 /61 SGB V, das Gesamteinkommen geprüft werden.
    Aber abschliesend zusagen wie insgesamt das Prozedere abläuft ist schwierig, ds hängt vom 27.09.09 ab.

  6. RevengeofPKV sagt:

    So, nun ist es raus: Der CDU-Minister Laumann geht davon aus, dass nach der Wahl und einem Wahlsieg von Schwarz-Gelb alle Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben werden.

    http://www.aerzteblatt.de/nach.....z-Gelb.htm

  7. Ciceroowl sagt:

    GmĂĽnder und Barmer auf dem Weg zur

    ——
    Edit: Bitte keine ganzen Beiträge kopieren, sonst schreibt mir die FAZ Rechtsabteilung. http://www.faz.net/s/RubEC1ACF.....ntent.html

    GrĂĽĂźe
    Steffen

  8. Ciceroowl sagt:

    Weitere Fusionen in Niedersachen, siehe http:/HAZ.de/Nachrichten Wirtschaft/ Niedersachsen/ IKK-und AOK verhandeln ĂĽber Fusionen.
    dfg 39-09
    Am 15.10.2009 wird entscheiden ob die IK Niedersachsen zu Grabe getragen wird und vom wem.

  9. Ciceroowl sagt:

    Grins ich habe das Interview gelesen mit Herrn Laumann, nuja…………………

  10. Ciceroowl sagt:

    Siehe wwww.gds.de Aktuelle Meldung vom 23.09.2009.
    Es scheint sich ja was anzubahnen an der Leine.
    Fusion der IKK Nds. mit der AOK Nds.

  11. Ciceroowl sagt:

    Taja alles wir dgut siehe spiegel onlien , sĂĽdeutsche.de., Welt online und Zeit online.
    Wie der Fond nun gestaltet wird :siehehttp://www.forum-gesundheitspolitik.de/websites/index.htm Stichwort Kopfpauschale.

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