Fusion
Merck übernimmt US-Laborausrüster Millipore
Mit dem US-Laborausrüster Millipore, der unter anderem Reagenzien und hochfeine Filter herstellt, übernimmt der Darmstädter Pharma-Riese Merck für 5,3 Milliarden Euro einen der führender US-Laborausrüster mit einem Jahresumsatz von 1,7 Milliarden Dollar und weltweit etwa 6000 Mitarbeiter.
Merck-Chef Karl-Ludwig Kley nannte diesen Deal einen Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens. Mit der Fusion werde das Darmstädter Familienunternehmen zu einem führenden Partner für Unternehmen im Biobereich weltweit.
Merck sicherte dabei zu, das alte Management bei zu behalten und den Firmensitz in Billerica bei Boston belassen. Mit diesem Coup stärkt Merck nicht nur seine Position im wachsenden Biotech-Segment, sondern erhöht damit auch die eigene Präsenz in den USA.
Den Zusammenschluß will Merck aus vorhandenen Barbeständen, Darlehen und Anleihen finanzieren, allerdings müssen noch die Kartellbehörden dem Zusammenschluß zustimmen
Hatte bereits der Kauf des Schweizer Biotech-Unternehmens Serono die Pharmasparte des Konzerns neu aufgestellt, so verändere der von Millipore nun die Chemiesparte von Grund auf. Der künftige Umsatz wird auf etwa 8,9 Milliarden Euro geschätzt.
Bild: flickr / oria Varlan