Sonntag, 12. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Medikamente

17.08.2009 | 14:33 Uhr

Minus bei den Krankenkassen

Die finanziellen Nöte und Sorgen der gesetzlichen Krankenkassen sorgen immer wieder für Gesprächsstoff. Immer neue und unterschiedliche Strategien werden entwickelt, die diesem Dilemma ein Ende setzen sollen. Die Gesundheitsreform war ein erster Schritt in diese Richtung, der Gesundheitsfonds folgte ergänzend.

Seit dem Gesundheitsfonds ist die finanzielle Lage vieler Krankenkassen schwierig, die Rahmenbedingungen lassen den Krankenkassen aber auch Spielraum für Handlungsoptionen. Doch geht die Rechnung auf? Derzeit scheint dies nicht der Fall zu sein. Nachdem das erste Quartal 2009 gar nicht so schlecht bewertet wurde, werden nun Zahlen aus dem zweiten Quartal 2009 bekannt, die für Sorgenfalten bei den Verantwortlichen sorgen.

Zwar schreiben große Krankenkassen, wie beispielsweise die Techniker Krankenkasse immer noch schwarze Zahlen, der Rückgang des Plus ist aber deutlich. Schnell drängt sich die Frage auf, wie entsprechende Entwicklungen begründet werden können. Steigende Ausgaben für Arzneimittel und steigende Kosten für ärztliche Behandlungen werden maßgeblich für diese Entwicklung verantwortlich gemacht.

Die steigenden Honorare der Ärzte können durch die Belege der Kassenärztlichen Vereinigung belegt werden. Ein weiterer, besorgniserregender Kostenpunkt, der noch in diesem Jahr auf die Krankenkassen zukommen wird ist die bevorstehende Impfung gegen die Schweinegrippe. Die gesetzlichen Krankenkassen verfügen dank dem Gesundheitsfonds über feste Einnahmen.

Die Ausgaben muss jede Krankenkasse eigenverantwortlich managen. Mitunter besteht die Möglichkeit Rabattverträge mit Pharmafirmen abzuschließen um Kosten zu sparen. Während die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt keine Gründe für Anpassungen der Beitragssätze sieht, wird dieses Statement nicht von allen Branchenkennern bedingungslos bestätigt.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

5 Kommentare zu “Minus bei den Krankenkassen”
  1. RevengeofPKV sagt:

    Also die Aussagen des BMG zur finanziellen Lage der Gesetzlichen Krankenversicherung kann im Moment keiner ernst nehmen, der sich ein klein wenig für die Sache interessiert. Das ist doch offensichtlich von dem Bestreben geprägt, vor der Bundestagswahl keine öffentliche Diskussion über die Finanzsituation der GKV loszutreten. Nach der Wahl sollen die Krankenkassen dann eben mal ihre Zusatzbeiträge erheben…

  2. Ciceroowl sagt:

    Wohl wahr wohl wahr, warten wir den 01.10.09 ab.

  3. gkv_insider sagt:

    gespannt darf man sein, sollte es nicht zu einer großen Koalition oder Ampel kommen. Schwarz-Geld eh Gelb haben doch andere Pläne mit der GKV.

  4. steffen sagt:

    ich bin auch mal gespannt, was ab dem 1.10. auf uns zukommt. Ich glaube zurzeit ist es die Ruhe vorm Sturm.

  5. Ciceroowl sagt:

    Der Wind wird zum Sturm, das Licht geht aus.

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