Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Studie

23.06.2010 | 14:39 Uhr

Multitasking – Frauen und Männer sind doch gleich

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Multitasking

Das menschliche Gehirn kann sich nur bedingt mit mehreren Dingen zur selben Zeit befassen. Dies ist bei Männern und Frauen gleich. So lässt Multitasking bei beiden Geschlechtern die Leistung sinken, anstatt sie zu erhöhen.

Eine Untersuchung des Instituts für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (Berlin) ergab, dass das männliche und weibliche Gehirn dieselben Fähigkeiten in Bezug auf Multitasking haben.

Hiltraut Paridon, Studienleiterin, sagt: „Wer mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen muss, erhöht damit seinen Stress und macht Fehler“, wodurch sich auch das Unfallrisiko auf der Arbeit erhöhe. Deshalb raten Experten dazu, keine akustischen und optischen Benachrichtigungssignale für eingehende Emails einzurichten.

Die Studie widerlegt auch die Annahme, dass Frauen mehrere Arbeiten gleichzeitig besser als Männer erledigen können. Auch das Alter spielt hierbei keine Rolle. Dafür leiden Frauen und Männer unter den negativen Effekten des Multitasking.

An der Studie nahmen 64 Probanden teil. Die weiblichen und männlichen Studien-Teilnehmer waren zwischen 21 und 60 Jahre alt und mussten unterschiedliche Aufgaben bewältigen. So sollten sie bei einer Fahrsimulation die Spur auf ein Signal hin wechseln. Anschließend sollten die Probanden auf einem Bildschirm Worte auf Rechtschreibfehler hin untersuchen und schließlich sollten sie beide Aufgaben mit einer gleichzeitigen Zusatzaufgabe lösen.

Das Ergebnis: Die Teilnehmer bewältigten im Multitasking die Aufgaben deutlich schlechter. Zudem wurde eine Angespanntheit und ein schnellerer Herzschlag festgestellt.

Bild: erysipel / pixelio.de

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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