Was ist
niedriger Blutdruck (Hypotonie)
darunter versteht, wenn der Blutdruck dauerhaft unter dem Normalwert fällt. Der normale Blutdruck sollte bei Kindern um die 90 / 60 mmHg und bei Erwachsenden 120/80 mmHg sein. Es gibt zwei Formen der Hypotonie, die essentielle Hypotonie (ohne erkennbaren Grund) und die symptomatische Hypotonie ( dort tritt sie als Symptom einer Erkrankung auf).
Die Ursache für die primäre, essentielle Hypotonie ist bisher nicht bekannt. Auffällig oft trifft es junge und schlanke Menschen, insbesondere Frauen. Vermutet werden genetische Veranlagerungen, Infekte oder durch diverse Umweltfaktoren.
Die sekundäre, symptomatische Hypertonie ist ein Symptom einer anderen Erkrankung, die im Vordergrund gerückt steht. Beispiele dafür wären Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinsuffizienz), Schilddrüsenunterfunktion, durch bestimmte Medikamente oder schwere Butungen und starker Flüssigkeitsverlust.
Als Symptome klagen die Patienten unter Leistungsschwäche, Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, depressive Verstimmung, Unruhe, Blässe, Frösteln und die bekannte Kollapsneigung.
Die Diagnosestellung erfolgt in erste Linie durch die Blutdruckmessung, aber auch der Schellong-Test kommt zum Einsatz (Blutdruck und pulz werden im Liegen und Stehen gemessen, das Verhältnis von Blutdruck und Puls zueinander, ermöglicht es die Regulationsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems zu beurteilen.
Eine Therapie sollte nur dann erfolgen wenn Symptome auftreten, bei der sekundären Hyotonie steht die Grunderkrankung im Vordergrund, welche behandelt werden muss. Zu den allgemeinen Maßnahmen zählen, die Regulationsfähigkeit der Blutgefäße zu stabilisieren (z.B. durch Wechselduschen, sportliche Betätigung, Stutzstrümpfe tragen, ausreichene Flüssigkeitszufur und ausgewogene Ernährung).
Selten ist eine medikamentöse Therapie anzuwenden.