Herz
Offenbar haben kleine Menschen ein höheres Herzerkrankungsrisiko

Offenbar haben kleine Menschen ein höheres Herzerkrankungsrisiko
Den finnischen Forschern zufolge haben kleine Menschen sogar ein anderthalb Mal so großes Risiko, an Herzerkrankungen mit Todesfolge zu leiden. Das Geschlecht spielt dabei keine Rolle. Kleine Menschen leiden demnach weitaus häufiger an Herz-Kreislauf-Störungen und haben eine höhere Todesrate aufgrund der Herzerkrankungen oder dem Infarkt.
Der Studie zufolge gelten Menschen, die kleiner als 1,61 Meter sind als gefährdet und große Menschen über 1,74 Meter als relativ ungefährdet. Bei den Geschlechtern sieht das etwas anders aus. Nimmt man ausschließlich Frauen als Grundlage, gelten diejenigen als klein, die unter 1,53 Meter groß sind und diejenigen als groß, die über 1,64 Meter groß sind. Männer unter 1,65 Meter gelten ebenfalls als klein, während solche über 1,78 Meter Größe als groß gelten.
Tuula Paajanen (Universität Tampere) meint, dass die Studie klinische Bedeutung habe. Grund dafür sei die Tatsache, dass erstmals die Körpergröße eines Menschen als Risikofaktor gilt. „Wir hoffen, dass dieser Zusammenhang nun als geklärt gelten kann und dass die Forschung den pathophysiologischen, umweltbedingten und genetischen Zusammenhängen dieses Mechanismus mehr Aufmerksamkeit widmet.“, meint sie und erklärt, dass noch völlig unklar sein, warum kleine Menschen ein derart höheres Erkrankungsrisiko haben.
Paajanen vermutet, dass kleinere Gefäße schneller verstopfen und weitaus mehr unter schwankenden Blutdruckwerten leiden. „Neuere Studien sehen jedoch eher genetische Faktoren als ursächlich, ob ein Mensch groß oder klein wird. Weitere Studien müssen diese Hypothesen erst noch abklären“, meint Paajanen und sagt „Die Körpergröße ist nur einer von vielen Faktoren, die über das Herzrisiko bestimmen. Und auf die meisten davon kann jeder individuell Einfluss nehmen und das Herzrisiko senken.“
Bild: flickr / Vintage Collective