Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

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29.05.2010 | 14:05 Uhr

Passivraucher haben ein höheres Diabetes-Risiko

Passivraucher haben ein höheres Diabetes-Risiko

Passivraucher haben ein höheres Diabetes-Risiko

Forscher des Helmholtz-Zentrums in MĂĽnchen haben zusammen mit Forschern des Deutschen Diabetes-Zentrums in DĂĽsseldorf nach eigenen Angaben herausgefunden, dass das Einatmen von Tabakqualm (Passivrauchen) in Zusammenhang mit Diabetes-Typ-2 steht. DafĂĽr wurden Daten einer Studie fĂĽr Kooperative Gesundheitsforschung (Augsburg) ausgewertet. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin “European Journal of Epidemiology” veröffentlicht.

Bislang galt nur das Aktivrauchen als Risiko, an Diabetes-Typ-2 zu erkranken. Die Gefahren von Passivrauch wurden in diesem Zusammenhang erst jetzt untersucht.

Die Forscher machten Diabetes-Tests bei vorerst 1351 gesunden Probanden zwischen 1999 und 2001. Die Probanden waren zwischen 55 und 74 Jahre alt. Das Forscherteam um Christa Meisinger (Helmholtz-Zentrum)verwendete einen ganz besonders genauen Zuckerbelastungstest (OGTT) und testeten mit diesem zu Beginn der Untersuchung bei allen Probanden ohne Ergebnis. Lediglich eine Diabetes-Vorstufe wurde bei einigen der Probanden entdeckt.

Sieben Jahre später wurden 887 Probanden, die bereits an der Basisstufe teilgenommen hatten, erneut auf Diabetes getestet. Wie bereits vermutet, bestätigte sich der Befund bei Aktivrauchern, die in der Tat ein höheres Diabetes-Risiko aufwiesen. Aber auch Passivraucher hatten ein doppelt so hohes Diabetes-Risiko entwickelt.

Eine weitere Analyse beschäftigte sich mit den Prädiabetikern der Basisstudie, deren Diabetes-Risiko sich deutlich erhöht hatte.

Bild: flickr / Paul Keller

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

1 Kommentar zu “Passivraucher haben ein höheres Diabetes-Risiko”
  1. R. Class sagt:

    Wie sind Passivraucher definiert? Dauernd Passivrauchend?
    Oder nur gelegentlich?
    Dann sind Aktivraucher noch mehr gefährdet.
    Dann sollten die Krankenkassen mehr zur Entwöhnung leisten.
    Auch alternative Methoden sollten bezuschusst werden!
    Weil die oftmals sehr gute Ergebnisse erzielen.
    Immer vorausgesetzt der Raucher ist Willens aufzuhören.
    Damit wäre ja auch mindestens ein Passivraucher geschützt.

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