Medikamente
Patienten profitieren von günstigeren Preisen für Generika
Davon lag bei 53,9 Prozent der HAP (Herstellerabgabepreis) bei höchstens fünf Euro. In 7,3 Prozent aller Fälle lag der Packungspreis sogar bei einem Euro oder niedriger. Dies ist sowohl ein Vorteil für die gesetzlichen Krankenkassen (GKV), wie auch für ihre Mitglieder. Ohne Generika im Niedrigpreissegment müssten die Krankenkassen ihre Beiträge um 0,8 Prozent erhöhen.
Nicht nur indirekt durch die Krankenkassenbeiträge spüren Patienten den Entlastungseffekt durch Generika, sondern auch direkt im Bereich der Zuzahlungen für Medikamente. Jedes fünfte Medikament, zur Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung, war im Dezember vergangenen Jahres, von der Zuzahlung befreit. Insgesamt wurden 142 Millionen zuzahlungsfreie Medikamente ausgegeben.
Die Patienten würden sogar noch einen größeren Entlastungseffekt spüren, würde der durch den Branchenverband Pro Generika gemachte Vorschlag akzeptiert. Pro Generika fordert die Aufhebung der Zuzahlung von fünf Euro pro Arzneimittel. Dadurch könnten rund 50 Prozent der Generika mit einer Zuzahlung von maximal 2,29 Euro, durch die Versicherten, verkauft werden.
Eine Zuzahlung von geringen 1,25 Euro wäre dann bei etwa 90 Millionen Packungen möglich. Dies hätte nicht nur positive Auswirkungen im Sinne des Entlastungseffektes für die Patienten auch die Arzneimittelbranche würde davon profitieren, weil dadurch wieder mehr Medikamentenverschreibungen möglich wären.
Bild: flickr / Pink Sherbet Photography
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