Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Medikamente

15.04.2010 | 19:08 Uhr

Pharmastandort bedroht durch Arzneimittel-Sparpaket

Cornelia Yzer

Cornelia Yzer

Berlin – Deutschland ist als Pharmastandort nach Ansichten der Industrie durch die schwarz-gelbe Koalition und ihr Arznei-Sparpaket gefährdet.

Eine Erhöhung der Zwangsrabatte der Pharmafirmen auf 16 Prozent im Bereich neuer und innovativer Medikamente führe zu einer wirtschaftlich nicht verkraftbaren Lage für die in der Forschung tätigen Unternehmen. Die Einfrierung der Medikamentenpreise bis Ende des Jahres 2013 würde diese Situation nur verschlimmern, so die Meinung des Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa).

In Deutschland sind in der pharmazeutischen Industrie etwa 90.000 Mitarbeiter tätig. Allein im Bereich der Entwicklung und Forschung sind es mehr als 17.000. Sollte die Regierung ihre Konzepte in die Tat umsetzen, so wären viele dieser Stellen gefährdet und das Image des Standortes Deutschland massiv geschädigt.

Eine Erhöhung der Zwangsrabatte im Bereich neue und innovative Medikamente auf 16 Prozent sieht Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des vfa mehr als Kritisch. Das geplante Konzept für die Einführung von Medikamenten spart vielleicht Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung ein, aber verschafft dem Spitzenverband der GKV gleichzeitig ein Verhandlungsmonopol. Dies sollte von der Regierung trotz aller Sparpläne nicht unterstützt werden.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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