Studie
Pockenschutzimpfung zugleich Schutz vor HIV?
Die unbehandelte HIV-Infektion führt durch ein Versagen des Immunsystems zum Tod. Die T-Helferzellen werden von den Viren befallen und lösen durch deren stetigen Verlust eine Immunschwäche aus. Ein US-Forscherteam um Raymond Weinstein untersuchten in einer Studie den Zusammenhang zwischen HIV und Pocken. Ein Eiweißmolekül wird von dem für Infektionen verantwortlichen Erregerstamm HIV-1 benötigt. Dieses Eiweißmolekül befindet sich direkt auf der Oberfläche der T-Helferzellen und war bei der Pockenschutzimpfung quasi der Angriffspunkt für eine Impfung mit dem Vaccinia-Virus. Der Vaccinia-Virus ist eine Variante des Pockenerregers, jedoch ohne die gefährlichen Auswirkungen. Nun muss untersucht werden, ob eine erneute weltweite Pockenschutzimpfung auch dem HIV-Virus wieder entgegenwirken könnte.