Sonntag, 12. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Krankenkassen

5.09.2009 | 16:19 Uhr

Protonen fĂĽr die Krebs-Behandlung

Protonen werden aus riesigen Maschinen in den Körper geschossen, um einen Tumor zu vernichten. Eine solche Behandlung dauert 60 Sekunden und der Patient liegt währenddessen auf einer besonderen Liege, die dafür sorgt, dass der Tumor jedes Mal aufs Neue bis auf den Millimeter genau getroffen wird.

Diese Heilmethode klingt vielversprechend, bisher aber wird sie nur in MĂĽnchen und Berlin angewandt, um Augenkrebs zu bekämpfen. Denn Kritiker sind nicht angetan von dieser neuen Technologie. Trotz, oder gerade wegen dieser sanfteren Art, einen Tumor zu bestrahlen, sind die Kosten enorm. Eine solche Therapie beansprucht 2000 bis 6000 Euro. Und gerade bei Brustkrebs – bei dem die Todesrate bei Frauen am höchsten liegt – scheint diese neuartige Methode nicht den gewĂĽnschten Erfolg zu bringen, da es schwer fällt, die BrĂĽste entsprechend zu stabilisieren.

Dennoch scheint die Protonenbestrahlung eine durchaus effizientere Alternative zur gängigen Behandlung mit Röntgen- oder Gammastrahlen zu sein. Diese dringen nur knapp unter die Haut ein und kommen dann abhanden, wobei sie das gesunde Gewebe reizen und den Tumor nicht vollkommen erreichen können. Bei der Bestrahlung mit Protonen verhält es sich anders: hier setzt die Wirkung erst im Tumor ein. Somit sinkt die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen und dadurch auch für die Nachbehandlung. Aus diesem Grund ist es kaum bedenklich, Kinder mit dieser Methode zu behandeln.

Zwar wird diese Art der Bestrahlung in Deutschland noch wenig genutzt, doch vielversprechende Erfolge in Japan und den USA können dafür sorgen, dass sich dies auch hierzulande bald ändert.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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