Freitag, 03. September 2010

Rabattverträge

7.11.2008 | 10:00 Uhr

Rabattverträge – Man bedenke die Marktmacht

Gestern Abend habe ich mit Andi gemailt. Dabei haben wir uns über die Anzahlverringerung der Krankenkassen unterhalten. Ulla will ja die Krankenkassen immer weiter einschränken. Sozusagen “Weniger ist mehr”.

In dem Gespräch habe ich zu Andi gesagt, dass es gefährlich ist, wenn wir nurnoch 10 Krankenkassen haben. Deshalb auch mal für euch ein kleines Beispiel:

Rabattverträge der AOK

Die AOK hat im August ihr Rabattverträge ausgeschrieben. Es ging um 64 Wirkstoffe und ein Umsatzvolumen von 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2007. Es haben sich 68 Bieterangebote (Unternehmen) bis zum 3.11. eingefunden. (lt. aok.de)

Wir sprechen jetzt schon von einer sehr großen Krankenkasse. Jetzt stelle man sich vor es gibt nur gut 10 Krankenkassen. Bei gleichverteilung der Mitglieder, haben diese das etwaige 1/3 Umsatzvolumen der AOK oben. (Grundlage AOK ca. 25 Mio Versicherte – von ca.  70 Mio möglichen Versicherten in der GKV).

Das heißt, dass es bei jeder Verhandlung um ca. 700 Millionen Euro gehen würde.

Rabattverträge – Was steckt dahinter? :dance10:

Mich würde mal eure Meinung interessieren.

  1. Was wecken diese Zahlen in euch?
  2. Denkt ihr das weiter Schrumpfen (bis z.B. auf 10 Krankenkassen) ist eher positiv oder eher negativ?
Steffen Braun

Kommentare

1 Kommentar zu “Rabattverträge – Man bedenke die Marktmacht”
  1. RevengeofPKV sagt:

    Ich weiß nicht so recht, ob ich diese Entwicklung uneingeschränkt befürworten soll. Einerseits können die Arzneimittelausgaben durch Rabattverträge gesenkt werden. Es werden dabei in der überwiegenden Zahl der Fälle Rabatte für Generika vereinbart, also Arzneimittel, für die eine wirkstoffgleiche Alternative zu einem Originalpräparat zur Verfügung steht, weil der Patentschutz des Originals ausgelaufen ist. Andererseits droht hier natürlich eine Konzentration auf einige wenige Anbieter, die irgendwann die Preise diktieren könnten – nicht gerade Wettbewerb in Reinkultur.

    Die Anzahl der Krankenkassen wird zurückgehen. Ich fürchte, irgendwann haben wir ein Einheitskasse. Ob das dann so gut ist, bezweifle ich. Der staatliche Gesundheitsdienst in England ist z.B. nicht so toll.

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