wechseljahre frau
Riskante Berufswahlen bei Frauen hängen mit Testosteron zusammen
Forscher haben bei Untersuchungen herausgefunden, dass das Hormon Testosteron anscheinend eine wichtige Rolle bei den Unterschieden der Geschlechter im Bezug auf finanzielle Risikofreudigkeit und der Wahl der Karrieren spielt. Schon frühere Forschungen zeigten, dass Testosteron die Konkurrenzfähigkeit und die Dominanz erhöht, Ängste verringert, und mit riskantem Verhalten wie Spielsucht und Alkoholismus verbunden ist. Seine Auswirkungen auf die Geschlechter im Bezug auf finanzielle Risikofreudigkeit wurde aber bisher nicht untersucht.
Frauen haben normalerweise im Gegensatz zu Männern eher eine Abneigung ein Risiko einzugehen, wenn es um wichtige finanzielle Entscheidungen geht, was wiederum auch ihre Berufswahl beeinflusst. So haben aus einer Testgruppe lediglich 36 Prozent der Frauen riskante Berufsfelder wie Investment Banking oder kaufmännische Berufe gewählt. Im Vergleich dazu wählten ganze 57 Prozent der Männer diese Berufe. Die Forschung zeigte nun, dass ein erhöhter Testosteron Wert bei Frauen mit einer erhöhten Risikobereitschaft zusammenhing, nicht jedoch bei den Männern. War der Testosteron Wert bei Männern und Frauen hingegen in etwa gleich, verschwanden die Unterschiede der Geschlechter im Bezug auf die Risikofreudigkeit.
Um diesen Zusammengang zu erforschen, wurde der Testosteronwert von 500 Studenten anhand von Speichelproben überprüft. Dabei hatten die Studenten alle in etwa das gleiche Alter, den gleichen kulturellen Hintergrund und den gleichen Bildungsstand, um andere biologische Faktoren die sich auf das Ergebnis auswirken könnten auszuschließen. In einem Test mussten die Studenten ein Computerspiel spielen, das ihre Risikofreudigkeit überprüfte. Dabei mussten sie eine Reihe von Fragen beantworten, bei denen sie sich mehrfach zwischen einem festen Gewinn, und einem riskanten Gewinnspiel mit einem möglichen höheren Gewinn entscheiden mussten.
Sowohl vor als auch nach dem Test wurden Speichelproben genommen, um einen Hormonanstieg während des Tests feststellen zu können. Die Männer wiesen dabei eine wesentlich höhere Risikofreudigkeit, und auch eine wesentlich höheren Testosteronwert auf als die Frauen. Weitere Studien sollen nun den Mechanismus erforschen, durch den das Testosteron das Gehirn beeinflusst.
Bild: mirimcfly
Ich muss dir mal sagen, dass ich deine neuen Beiträge wirklich interessant finde. Lese gerne Studienergebnisse.