Sachsen
Sachsen zahlt Unterstützung zur künstlichen Befruchtung
Dresden – Der Freistaat Sachsen unterstützt Paare mit Kinderwunsch finanziell bei künstlichen Befruchtungen. 112 Babys sind so seit März 2009 zur Welt gekommen. Nun setzt sich Sachsen dafür ein, dass diese Form der Unterstützung in ganz Deutschland zum Tragen kommt. Dieses Modell der assistierten Reproduktion soll gänzlich unabhängig vom sozialen Status und dem Einkommen ermöglicht werden.
Christine Clauß, Sozialministerin CDU, findet die Finanzierung durch den Bund machbar. In der Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten, die nächste Woche in Dresden stattfindet, wird sie einen entsprechenden Antrag stellen. Thüringen und Sachsen-Anhalt haben laut Clauß bereits Interesse angemeldet.
Die Krankenkassen tragen seit 2004 nur die Hälfte der Kosten für drei künstliche Befruchtungen. Vor 2004 wurden 4 komplette Behandlungen in voller Höhe übernommen. 2008 beschloss der Sächsische Landtag, Paare mit unerfülltem Kinderwunsch finanziell zu unterstützen und zahlt bei der zweiten und dritten Behandlung bis zu 900 Euro als Pauschale. Bei der vierten Behandlung erhalten die Paare einen Zuschuss in Höhe von 1.600 Euro – 1.800 Euro. Voraussetzung ist, dass die künftigen Eltern miteinander verheiratet sind. Zudem darf die Frau nicht älter als 40 Jahre sein und der Mann muss unter 50 Jahre alt sein. Beide müssen seit mindestens einem Jahr in Sachsen leben.
552 Behandlungen hat Sachsen seither unterstützt und etwa 500.000 Euro in 2009 dafür ausgegeben. Für das Jahr 2010 stehen 770.000 Euro Unterstützungsgelder zur Verfügung.
Bild: flickr / peasap