Sonntag, 12. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Krankenhaus

17.08.2009 | 16:44 Uhr

Sind Franzosen gerne krank?

Im Gegensatz zu den USA sorgt man sich in Frankreich sehr um das Gesundheitssystem. Können sich die Franzosen aber trotzdem leisten öfters krank zu sein?

In Frankreich werden alle Patienten, egal ob arm oder reich, in den Krankenhäusern und von den Ärzten einheitlich, also ohne Unterschiede in der Behandlung, versorgt.
In den USA müssen alle Notfälle in den Krankenhäusern behandelt werden. Jedoch ist zu beachten, dass die meisten Notfälle nur dadurch entstehen, da sich die amerikanischen Bürger keine Krankenversicherungen und Ärzte leisten können. Sie warten mit Ihren gesundheitlichen Problemen so lange, bis es wirklich sehr akut wird.

Im Gegensatz dazu, gehen Franzosen zu oft zum Arzt. Einfach auch aus dem Grund, da ein Arztbesuch leistbar ist. In Frankreich ist man sich sicher, dass die Amerikaner über dieses System lachen. Die gesetzliche Krankenversicherung deckt 65 % der Kosten und der Rest wird von den privaten Versicherungen übernommen. Auch diese können in Frankreich für einen vernünftigen und angemessenen Preis abgeschlossen werden.

Nicht nur, dass es für jeden Bürger finanzierbar ist, auch die Qualität des französischen Gesundheitssystems spricht für sich. Bei Wahl der Notrufnummer, wird in Frankreich SAMU genannt, wird zuerst entschieden, ob es sich wirklich um einen akuten Notfall handelt. Ein Notrufteam, welches aus Ärzten und Krankenschwestern besteht, ist in Frankreich um einiges besser ausgestattet als in den USA. In Amerika werden die Notruf-Patienten nur in das nächstgelegenen Krankenhaus gefahren. In Frankreich kann die notwendige Erstversorgung direkt vor Ort durchgeführt werden.

Jedoch auch dieses System hat seine Lücken. Ärzte beklagen sich, dass Patienten die arbeitslos sind und nicht über finanzielle Mittel verfügen, nicht bezahlen müssen. Außerdem ist der Verdienst der französischen Ärzte um einiges geringer, als in Amerika.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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