Dienstag, 07. September 2010

Smog

22.07.2010 | 11:02 Uhr

Sommersmog bleibt weiterhin eine Gefahr

Sommersmog bleibt weiterhin eine Gefahr

Sommersmog bleibt weiterhin eine Gefahr

Die derzeit hohe Ozonbelastung aufgrund des heißen Wetters kann zu Kopfschmerzen, Engegefühl und Hustenreiz führen. Die noch 1999 geltenden Vorschriften, bei so hohen Ozonwerten das Fahrzeug stehen zu lassen, wurden längst aufgehoben und gelten nicht mehr. Dabei wurde noch vor zwei Tagen 185 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft nordwestlich von Dortmund gemessen.

Das Ozon die Zellen schädigt, ist hinreichend bekannt. Besonders empfindliche Menschen können Probleme mit dem reizenden Gas Ozon bekommen. Ozon kann zu Entzündungen führen, die sich sogar ins Lungengewebe ausbreiten können. Zudem lassen internationale Studien vermuten, dass Ozon für eine Tumorbildung verantwortlich ist. Prinzipiell gilt Ozon als schädlich für Mensch, Tier, Pflanze und Klima.

Zwar war die Ozonbelastung in den 80er und 90er Jahren weit höher mit Spitzenwerten von gut 351 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, aber auch die heutigen Werte sind mehr als bedenklich. Das damals herrschende Fahrverbot brachte jedoch keinen Erfolg, da Ozon nicht ursächlich von einer Schadstoffquelle freigesetzt wird, sondern durch die chemische Umwandlung bestimmter Abgase entsteht.

Dank der heute üblichen Katalysatoren konnte die Menge der Substanzen, aus denen Ozon gebildet wird, deutlich verringert werden. Dies erklärt auch die heutigen Spitzenwerte, die deutlich unter denen der vergangenen Jahrzehnte liegen. Dennoch gab es 2003 und in diesem Jahr einige Ausnahmen, bei denen die Werte stark anstiegen. Eine Verbesserung der Situation gibt es dennoch nicht, zumal die mittleren Werte seit gut 20 Jahren kontinuierlich ansteigen. Globale Schutzmaßnahmen werden deshalb von Wissenschaftlern gefordert. Diese sollen zum Beispiel eine stärkere Kontrolle des Luft- und Schifffahrtverkehrs beinhalten. Die EU hat Ozon-Richtlinien verabschiedet, die die Bevölkerung besser schützen sollen. So gelten auch für Deutschland seit 2004 strengere Regeln.

Bild: flickr / 416style

Steffen Braun

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