Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Spaziergang

17.06.2010 | 11:59 Uhr

Spaziergang schützt vor Schlaganfall – zumindest Frauen

Spaziergang schützt vor Schlaganfall - zumindest Frauen

Spaziergang schützt vor Schlaganfall - zumindest Frauen

Frauen, die ausgiebige Spaziergänge machen, schützen sich so vor einem Schlaganfall. Ob dies auch für Männer gilt, können die Forscher bislang nur vermuten. Bewegung ist weiterhin eine der besten Vorsorgemaßnahmen gegen viele Gefäß- und Herz-Kreislauferkrankungen. Dabei ist der Besuch eines Fitnessstudios oder das regelmäßige Schwimmen gar nicht zwingend notwendig. Forscher aus den USA wollten nun herausfinden, ob auch eine einfachere Vorbeugung möglich ist.

Die Wissenschaftler werteten Daten von etwa 40.000 Frauen aus der Women’s Health Study aus. Diese begleitete Frauen ab 45 Jahren seit 1992. So füllen die Probandinnen alle 2/3 Jahre einen Fragebogen aus, der Angaben über ihre Lebensweise enthält. Zusätzlich haben die Forscher Zugriff auf deren Krankenakten. So konnten die Wissenschaftler feststellen, dass Frauen, die häufiger spazieren gehen, ein um 30% geringeres Risiko hatten, einen Schlaganfall zu erleiden. Sogar 37% waren es bei Frauen, die dabei schnelles Gehen praktizierten.

Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und Vhefarzt am Kreisklinikum Siegen, sagt: „Es ist seit Langem bekannt, dass körperliche Bewegung ein wirksames Mittel ist, um einem Schlaganfall vorzubeugen. Bisher nahmen wir an, dass hierzu eine sportliche Tätigkeit erforderlich ist, die einen höheren Energieverbrauch verursacht – wie zum Beispiel Laufen, Radfahren oder Schwimmen.“ Nach der neuen Studie könnten jedoch zwei Stunden oder mehr pro Woche völlig ausreichend sein.

Die Forscher vermuten zwar, dass Gleiches auch für Männer gilt, können dies bisher aufgrund fehlender Daten jedoch nicht belegen.

Bild: flickr / SashaW

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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