Samstag, 04. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Johannisbeeren

26.07.2010 | 14:00 Uhr

Starker Befall mit illegalen Pestiziden bei Johannisbeeren

Starker Befall mit illegalen Pestiziden bei Johannisbeeren

Starker Befall mit illegalen Pestiziden bei Johannisbeeren

Greenpeace testete Johannisbeeren, die in Lebensmittelmärkten verkauft werden. Dabei fanden sie heraus, dass die Johannisbeeren mit illegalen Pestiziden belastet sind. Dies betrifft Beeren aus deutscher Produktion. Die betroffenen Johannisbeeren wurden Anfang Juli verkauft und enthielten die Gifte Dodin und Difenoconazol.

Diese beiden Agrargifte haben jedoch keine Zulassung für den Johannisbeeranbau in Deutschland. Insgesamt wurden Proben von Johannisbeeren aus vier deutschen Handelsketten Laboranalysen unterzogen. Dabei nahm Greenpeace 31 Proben von Johannesbeeren und Himbeeren, die mehrheitlich aus Baden-Württemberg stammten. Greenpeace über das Ergebnis: „Cocktails von bis zu neun verschiedenen Pestiziden“ wurden gefunden. 2006 seien bei ähnlichen Analysen lediglich drei Pestizide pro Johannisbeer – Probe festgestellt worden. Greenpeace betont jedoch: „Bio-Produkte sind im Test rückstandsfrei“. Bei den Himbeeren fanden sich zwar auch Pestizide, jedoch unterhalb des gesetzlichen Grenzwertes und einen Durchschnitt von 2 Pestiziden auch nicht überschreitend.

Einzelne der gefundenen Spritzmittel überschritten zwar nicht die Grenzwerte, sind jedoch wegen der Mehrfachbelastung dennoch ein Gesundheitsrisiko. Ein Greenpeace – Sprecher: „Die Summe macht´s“. So wirken einige der Substanzen, die in den Johannisbeeren nachgewiesen werden konnten, wie ein Nervengift oder krebserregend. Zudem können sie den Hormonhaushalt und die Fortpflanzung zum Teil stark beeinträchtigen. Greenpeace fordert deshalb Grenzwerte für solche Mehrfachrückstände, um die Verbraucher zu schützen.

Bild: flickr / mccun934

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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