Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

übergewichtige

9.09.2009 | 14:06 Uhr

Studie: Lässt Übergewicht unser Hirn schrumpfen?

Bei einer Studie wurde herausgefunden, dass ältere Personen die an Übergewicht litten, weniger Gehirngewebe hatten als normal gewichtige Personen. Laut des Neurologen Paul Thompson, Leiter der online auf Human Brain Mapping veröffentlichten Studie, sahen die Gehirne der Übergewichtigen Probanden 8 bis 16 Jahre älter aus als die von gesunden Vergleichspersonen. Viel des verlorenen Gewebes befand sich in den Bereichen der Entscheidungsfindung und des Gedächtnisses.

Viele leiden an Fettleibigkeit und Übergewicht

Nach dem U.S. National Center for Health Statistics leiden derzeit etwa 30 Prozent der über 20 Jährigen in den USA an Fettleibigkeit, während weitere 36 Prozent als übergewichtig eingestuft werden können. Zusammen mit den Erkenntnissen der Studie lässt dies logische Schlussfolgerungen für all diese Leute zu. Nämlich nicht nur ein erhöhtes Risiko Diabetes und Herzprobleme zu bekommen, sondern ebenso kognitive Probleme wie Alzheimer.

Die Forscher untersuchten in ihrer Studie die Gehirne von 94 Leuten im Alter von 70 Jahren die zuvor an einer Studie teilgenommen hatten, welche die Gesundheit des Herz-Kreislauf Systems der Probanden erforschte. Klinisch fettleibige Personen hatten 8 Prozent weniger Hirngewebe, während übergewichtige Personen 4 Prozent weniger Hirngewebe als normal gewichtige Personen hatten.

Warum sind die Gehirne kleiner?

Dr. Jonathan Friedman, Professor der Chirurgie und Neurologie sagte dazu, dass der kausale Zusammenhang zwischen Übergewicht und Gehirngröße noch nicht klar sei. Theoretisch könnte ein kleineres Gehirn auch bedeuten, dass die Appetits- und Gewichtszentren des Gehirns die Gewichtszunahme vorantreiben.

Laut Thompson ist es ein Teufelskreis, bei dem die Genetik einer Person zum übermäßigen Essen und der Gewichtszunahme führen kann, was weniger Bewegung und Sauerstoffmangel im Gehirn mit sich bringt, wodurch das Gehirn wiederum am Wachsen gehindert wird.

Foto: VirtualErn

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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