Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Bio

27.05.2010 | 21:44 Uhr

Studie über Bio-Kost: Nicht gesünder, aber ohne die Schadstoffbelastung einzubeziehen

bio huhn Studie über Bio Kost: Nicht gesünder, aber ohne die Schadstoffbelastung einzubeziehen BildEine Studie britischer Forscher kommt zu dem Schluss, dass Bioprodukte nicht gesünder als konventionell hergestellte Lebensmittel sind. Grund sei der kaum zu unterscheidende Nährstoffgehalt. Der Studie lagen 162 wissenschaftliche Artikel aus insgesamt 50 Jahren zugrunde. Die Forscher des Londoner Institut für Hygiene und Tropenmedizin im “American Journal of Clinical Nutrition” haben allerdings die Schadstoffbelastung nicht analysiert, so dass die Studie wenig aussagekräftig erscheint, denn der Nährstoffgehalt ist für die Gesundheit der Menschen eher belanglos.

Allerdings heißt das Fazit auch nur, dass es derzeit keine Beweise dafür gäbe, dass Bio-Lebensmittel gesünder als konventionelle seien. Dennoch ist die Schadstoffbelastung ein sehr wichtiger Aspekt für solche Aussagen, da gerade der Einsatz von Pestiziden bei konventionellen Lebensmitteln zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Der Trend geht immer häufiger zu Bio-Kost, auch wenn diese oft ein wenig teurer ist. 2007 hatte der Bio-Lebensmittel-Markt zum Beispiel einen Umsatz von etwa 34 Milliarden Euro weltweit. Nach Veröffentlichung der Studie zeigte sich die Bio-Branche enttäuscht über die Methodik der Studie. Schon allein dies hätte bewirkt, dass die Forscher wichtigen Ernährungsvorteilen eine unwichtige Bedeutung zugeschrieben haben. Peter Melchett, Politik-Direktor der britischen Soil Association, betont die langfristigen gesundheitlichen Folgen durch Pestizid-Einsatz und verweist darauf, dass die Wirkung auf den menschlichen Körper noch nicht hinreichend erforscht ist.

Bild: flickr / protohiro

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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