Krankenkassen
Tastatur verrät uns wann Demenz eintritt?
Alle Stammleser, die jetzt denken, warum die Krankenversicherungsthemen hier abgenommen haben, dem sei eines gesagt: Ich schreibe sehr gerne und lese noch lieber, aber ich sehe es nicht ganz ein über 08/15 Themen von Krankenkassen zu schreiben. Irgendwie ist in den letzten Tagen nicht so viel los. Wenn es wieder interessanteres gibt (d.h. wenn die Leute ausm Urlaub wieder da sind) dann nehmen die Themen auch wieder zu.
Jede Generation hat irgendeine Form der Beziehung zum Internet, aber für ältere Menschen könnte die zunehmende Computernutzung eine überraschenden Vorteil bieten: die Früherkennung von Demenz. Die ersten Anzeichen für altersbedingte kognitive Probleme oder eine degenerative Krankheit wie Alzheimer können mithilfe einer Software erkannt werden, die Variationen im persönlichen Tippstil überwacht. Mithilfe dieser Früherkennung können die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten rechtzeitig verbessert oder der Krankheitsausbruch verschoben werden.
Der persönliche Schreibstil ist relativ charakteristisch und stabil, dies kann sich aber unter dem Einfluss von Stress verändern. Eine Vergleichsgruppe mit langjähriger Tipperfahrung wurde nach einer Aufwärmphase kognitivem Stress in Form von mathematischen Aufgaben oder physischem Stress in Form von intensiven Fitnessübungen ausgesetzt. Anschließend wurden die Übungen wiederholt und hinsichtlich Faktoren wie Dauer des Tastenanschlags, Wortlänge und verwendetes Vokabular ausgewertet. Es stellte sich heraus, dass kognitiver Stress den Tastenanschlag veränderte und physischer Stress eher linguistische Veränderungen hervorrief. Beispielsweise verwendeten die kognitiv gestressten Versuchspersonen die Feststelltaste häufiger, die Rücktaste dagegen weniger.
Wenn die Überwachungssoftware über längere Zeit ein Schreibmuster feststellt, welches auf eine Verschlechterung hindeutet, so könnte dem Nutzer empfohlen werden, einen Arzt aufzusuchen. Doch diese Ergebnisse stehen unter Vorbehalt, da noch keine direkte Verbindung zu kognitiven Krankheiten hergestellt werden konnte.  Versuche mit älteren Teilnehmern finden gerade statt.