Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

GKV

16.04.2010 | 12:52 Uhr

Über 4,6 Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen

Beschäftigte im Gesundheitswesen

Beschäftigte im Gesundheitswesen

Oft wird die Gesundheitsbranche nur als Kostenfaktor gesehen, dass sie auch Wohlstand schafft wird meistens übersehen. Aber inzwischen ist dies auch Anhand von Statistiken bewiesen worden.

Das Statistische Bundesamt befasste sich mit der Gesundheitsbranche und veröffentlichte vor einigen Tagen seine Ergebnisse. Die Gesundheitsbranche hatte im Jahr Gesamtausgaben von 236,2 Milliarden Euro und ist damit der lukrativste Bereich der deutschen Volkswirtschaft. Zudem ist der Wachstumsmarkt in diesem Sektor sehr stabil, auch in der Zeit der Wirtschaftskrise.

Die Gesundheitsbranche ist der wichtigste Arbeitgeber in unserem Land. Mehr als 4,6 Millionen Menschen waren 2008 in der Gesundheitsbranche beschäftigt, immerhin 1,7 Prozent mehr als im Jahre 2007. Jeder Neunte war damit 2008 im Gesundheitswesen beschäftigt. Der enorme Vorteil an dieser Branche ist, dass sie sich nicht in Billiglohn-Länder auslagern lässt, nachdem die Gesundheitsversorgung im Land selber erfolgen muss.

Die Angaben des statistischen Bundesamts stellen allerdings nur die halbe Wahrheit über diesen Sektor da. Nur die Ausgaben können den Beitrag, den die Gesundheitsbranche zum Wohle der Volkswirtschaft leistet, nicht ausreichend erfassen. Auch eine Erfassung des erwirtschafteten Einkommens müsste erfolgen. Neuerdings ist dies durch das Gesundheitssatellitenkonto (GSK) möglich. Es wurde im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt und dient der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Mit diesem Programm wird es in der Zukunft möglich sein, eine exakte Beitragsrechnung im Wirtschaftssektor der Gesundheitsbrache zu definieren.

Oftmals wird die Frage gestellt: „Sind im Bereich Gesundheit gute und schlechte Ausgaben möglich?“ Dieser Eindruck wird in manchen Fällen vermittelt. Die bisherige Gesundheitspolitik richtete ihr Augenmerkt hauptsächlich auf die Ausgaben im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und nicht auf den Gesamtsektor Gesundheitswirtschaft. Richtet die Politik ihr zukünftig ihr Blickfeld auf die Gesamtleistungen der Gesundheitswirtschaft, so ist eine spezielle Förderung dieses Bereiches möglich.

Bild: flickr / Wolfiewolf

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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