Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Ulla Schmidt

26.01.2009 | 12:13 Uhr

Ulla Schmidt will sich in die Krankenkassen einkaufen?

Wie ich eben bei Focus online gelesen habe, will die Frau Schmidt jetz Schirmherrin der Krankenkassen werden. Sozusagen will die Politik sich nicht nur in Banken und Unternehmen einkaufen, sondern auch in Krankenkassen.

Dieser wird notwendig, weil die Krankenversicherungsbeiträge gesenkt werden sollen (siehe Konjunkturpaket). So wurde letztes Jahr von dem Schätzerkreis berechnet, dass die Krankenkassen dieses Jahr einen Betrag von 167,6 Milliarden benötigen. Daran orientiert sich der Einheitsbeitrag in Höhe von 15,5 Prozent. Wenn dieser jetzt auf 14,9 Prozent sinkt, dann fehlen diese Einnahmen.

So rechnete die Schätzer Ende 2008 noch mit einer Defizit von 440 Millionen Euro für 2009, inzwischen sind es aber schon 1,3 Milliarden Euro. Diese müssten die Krankenkassen bis 2010 zürckzahlen. An diesem Punkt setzt der Schirm an. Der Bund wird dieses Jahr die benötigten Darlehen zur Finanzierung des Gesundheitsfonds bis mindestens 2011 stunden.

Wenn man den Betrag von knapp einer Milliarde ins Verhältnis setzt zu den anderen “Einkäufen” dann ist das zwar verhältnismäßig weniger, aber es ist trotzdem nicht zu unterschätzen. Denn es gibt auch noch andere zweige der Sozialversicherung die pot. gefährdet sind. Gerade wurde erst der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung auf 2,8 % gesenkt, so kann es hier gut sein, dass bei steigender Arbeitlosigkeit (was in einer Rezession nicht anormal wäre) hier auch eine Stütze notwendig ist bzw. der Beitrag wieder erhöht werden muss.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

2 Kommentare zu “Ulla Schmidt will sich in die Krankenkassen einkaufen?”
  1. RevengeofPKV sagt:

    Typisch, die kurzfristige zusätzliche “Finanzspritze” aus Steuermittel wird den Krankenkassen als Darlehen zur Verfügung gestellt. Zurückzuzahlen ist das dann später, irgendwann in 2011, oder in 2012 oder in 2013….

    Vielleicht ist bis dahin die gute alte Bundesrepublik Deutschland ja schon bankrott (vgl. Island), dann brauchen die Krankenkassen auch nichts mehr zurückzuzahlen!

  2. steffen sagt:

    Eine langfristige Strategie wäre wohl besser gewesen, als ein kurzfristiges “Brände löschen”.

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