Montag, 20. Mai 2013 | Gesundheitswesen Magazin

Ulla Schmidt

8.03.2009 | 17:05 Uhr

Ulla Schmidt zur Vorkasse

Zitat: Ich kann den Patienten nur raten, nichts zu bezahlen und sofort auch die eigene Krankenkasse anzurufen und dort zu melden, wenn ein Arzt Vorkasse einnehmen will.

Also ich geh selten zum Arzt, wenn ich nicht wirklich etwas habe. Leider sind die Ärzte hier in einer besseren Position und mir bleibt nichts anderes übrig, als es zu bezahlen. Von einer Gesundheitsministerin würde ich mir etwas anderes Wünschen, als eine Aussage, welche das Problem auf die lange Bank schiebt.

Aber gut, man kann das Problem jetzt auch über Monate aushandeln. Ist auch nicht so wichtig, wenn ich beim Arzt sitze und der mich nur gegen 20€ behandeln will. Naja, dann geh ich heim und warte halt bis Frau Schmidt das ausdiskutiert hat. Wen interessiert schon seine Gesundheit?

Die Ironie musste jetzt einfach mal raus, als ich das Interview bei der Tagesschau gelesen habe.

Vielleicht ist es in dieser Situation nicht ganz so gut zu denken wie ein Politiker. Wenn die meisten Ärzte, wie in dem Interview gesagt wurde, zufrieden sind, dann muss man gegen die anderen Ärzte vorgehen. Kassenzulassung weg und basta.

Aber wenn der Widerspruch begründet ist, von dem ich teilweise nach Aussagen der Ärzte ausgehe, dann muss man nunmal nachgeben und nachbessern. Das ganze aber nicht erst in Monaten sondern sofort. Sowas kann nicht aufgeschoben werden.

Frust raus. Steffen glücklich.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

2 Kommentare zu “Ulla Schmidt zur Vorkasse”
  1. RevengeofPKV sagt:

    Schön, Steffen ist jetzt glücklich – ich bin es aber nicht.

    Gestern Abend bei Anne Will war das ja auch wieder Thema. Wenn ich mir die Positionen der Beteiligten noch mal vergegenwärtige, dann finde ich, ist es Zeit, dass die Politik endlich mal was unternimmt. Und damit meine ich keine Wahlkampfversprechen, um die eigene Klientel zu keilen! Fakt ist, dass insgesamt mehr Geld für die ärztliche Vergütung bereitgestellt wurde. Das ist o.k., abr die Verteilung auf die einzelnen Arztgruppen ist es nicht, denn da liegt ja wohl der Hase im Pfeffer. Erstaunlicherweise hört man ja aus bestimmten Bundesländern (z.B. Sachsen-Anhalt) keine Beschwerden über Ärzte, die von ihren Kassenpatienten Vorkasse verlangen. Das liegt daran, dass sich die Arzthonorare in diesen Ländern verbessert haben. In anderen Regionen hingegen (z.B. Bayern und Baden-Württemeberg) haben die Ärzte jetzt weniger Einnahmen als im vergangenen Jahr. Ich kann zwar nachvollziehen, dass dies bei der Finanzplanung einer Arztpraxis zu Problemen führen kann, aber warum sind die Ärzte aus diesen Ländern so unsolidarisch? Außerdem zeigt doch die gegenwärtige wirtschaftliche Situation, dass es eben zum unternehmerischen Risiko gehört, wenn Einnahmen nicht wie vorgesehen erzielt werden. Warum soll das dann für Ärzte nicht auch gelten?

    Wenn es also die Selbstverwaltung aus Ärztevertretern und Vertretern der Krankenkassen nicht hinbekommt, die Gelder angemessen zu verteilen, dann muss die Politik eben eingreifen und die Verteilung sicherstellen. Ist ja gegenwärtig ohnehin Trende, alles vom Staat und seinen Institutionen machen zu lassen, also warum nicht auch hier?

  2. Steffen sagt:

    Gestern Abend bei Anne Will war das ja auch wieder Thema.

    Habe ich gestern leider nicht gesehen, weil ich für eine Prüfung am 24.3. lernen muss.

    Ich kann zwar nachvollziehen, dass dies bei der Finanzplanung einer Arztpraxis zu Problemen führen kann, aber warum sind die Ärzte aus diesen Ländern so unsolidarisch?

    Bei Ärzten ist es halt schwer, da sie keine wirklichen Unternehmer sind. Sie sind eigentlich abhängig von einem großen Kunden und dadurch kämpfen sie gegen ein Monopol. Und die gut bezahlten privat Patienten sind auch nicht unbegrenzt vorhanden. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass da das Controlling schwer fällt.

    Ist ja gegenwärtig ohnehin Trende, alles vom Staat und seinen Institutionen machen zu lassen, also warum nicht auch hier?

    Revengeofpkv die machen das nicht :) Die sagen, dass nur wie im Beispiel Opel. Opel kann irgendwann in Lehrbüchern als Beispiel von politischer Theorie betrachtet werden.

    Das Ziel ist keine Lösung sondern Stimmen. Wir sind in einem Wahljahr. Die Politiker handeln nicht Lösungsorientiert sondern Stimmenorientiert.

    Beispiel Opel: Jeder weiß, dass es nicht sinnvoll ist, dass der Staat sich beteiligt. Das wissen auch die Politiker. Aber sie machen erstmal so als würden sie um dann langsam “Probleme” zu suchen und zurück zu rudern.

    Ähnlich “muss / wird” die Politik auch hier vorgehen um keine Stimmen der Ärzte zu verlieren.

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