Dienstag, 21. Mai 2013 | Gesundheitswesen Magazin

Ärzteausbildung

15.06.2012 | 11:41 Uhr

Universität Lübeck – Rettung der Medizinerausbildung wird verstärkt in Angriff genommen

ausbildung Universität Lübeck   Rettung der Medizinerausbildung wird verstärkt in Angriff genommen  Bild Lübeck – Es wird gerechnet und diskutiert. Derzeit arbeitet die Universität Lübeck an einem Konzept zur Deckung der von der Landesregierung geforderten Einsparung. Damit soll der Studiengang Medizin gerettet werden. Das Konzept ist ein kleiner Schritt der Landesregierung auf die Hochschule zu. Am Sonntagabend konnten beide Parteien sich in einer Krisensitzung darauf einigen. Der Präsident der Universität möchte jedoch derzeit keine aktuellen Angaben machen. Peter Dominiak ist vielmehr eifrig am Überlegen, wie sich 24 Millionen Euro pro Jahr sparen lassen, ohne die Ausbildung künftiger Mediziner zu gefährden.

“Wir sind grundsätzlich bereit, die Uni stärker als bisher zu unterstützen. Für konkrete Zusagen müssen allerdings erst mal die Pläne auf den Tisch”, sagt Renate Menken, Vorsitzende der Lübecker Possehl-Stiftung auf Dominiaks Stiftungsidee hin. Schon jetzt wird die Universität Lübeck mit einer Million Euro jährlich von der Stiftung unterstützt. Weitere Hilfe könnte nun von der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung kommen, die bereit ist, eine Stiftungsuniversität finanziell zu unterstützen.

Das Land würde künftig auch weiter finanzielle Zuschüsse zu Lehre und Forschung gewähren. Darüber hinaus könnte die Universität aber weitere Professuren, Institute oder Stipendien mit Stiftungsgeldern finanzieren. Auch Matthias Schulz-Kleinfeldt, Hauptgeschäftsführer der IHK Lübeck, äußert sich positiv über das Gesprächsergebnis von Sonntag. So haben seiner Ansicht nach alle Beteiligten die Bedeutung der Universität erkannt. Die Uni wäre als Wirtschaftskraft für die Region sehr wichtig. Deshalb bietet die IHK sich als Vermittler bei weiteren Gesprächen an.

Auch der Landesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) und der Landtagsabgeordnete Werner Kalinka (CDU) loben das Treffen. “Argumente, bekundete politische Positionen und Proteste bleiben nicht ohne Wirkung”. Auch Bernd Saxe, Bürgermeister von Lübeck, sichert seine Hilfe bei der Erstellung des Konzepts zu, machte jedoch keine näheren Angaben.
An der Universität Lübeck mit ihren rund 1.500 Studenten wird bei der Medizinerausbildung besonders auf die Forschung der gebiete Neuroendokrinologie, Kardiologie und der Bildgebung und Bildbearbeitung der medizinischen Diagnostik Wert gelegt. Auch die Schwerpunkte Notfallmedizin und Anästhesie sind für die Studenten wichtig, da sie ein ganz anderes Fachwissen mitbringen als Medizinstudenten von anderen Unis.

Bild: flickr / hsivonen

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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