Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Defibrillator

5.06.2010 | 12:46 Uhr

Universitätsklinikum Münster implantiert erstmalig subkutanes Defibrillator-System

Uni MĂĽnster

Uni MĂĽnster

Der kommissarische Leiter der Medizinischen Klinik C am UKM, Lars Eckhardt, sagt über die neue Methode: „Die neue Methode ist ein Meilenstein der Defibrillatortherapie“ und meint damit die Erleichterung bei der Behandlung von lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen. So wird bei der neuen Methode kein direkter Zugang mehr zum Herzen benötigt. Dies hat gerade für junge Patienten sehr viele Vorteile.

Weisen diese aufgrund ihrer genetischen Veranlagung ein erhöhtes Risiko für den plötzlichen Herztod auf, müssen sie nicht mehr mit Komplikationen wie Gefäßverletzungen oder Infektionen rechnen. Dadurch wird auch die Lebensqualität erheblich verbessert. Bei der neuen Methode wird der Defibrillator und ein zum Betrieb notwendiges Kabel im linken Brustbereich unter der Haut eingesetzt. Der Zugang zum Herzen über das Venensystem entfällt, da die Defibrillationselektrode nicht mehr direkt im Herzen verankert werden muss.

Foto: Universität Münster/Frank Hülsbömer

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Teilen Sie Ihre Meinung