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US-Studie: Die Pflege Demenzkranker erhöht das eigene Krankheitsrisiko

Altes Paar, Mann und Frau
Düsseldorf – Das Ergebnis einer US-Studie, bei der über 15 Jahre lang Ehepartner begleitet wurden, von denen einer an Demenz erkrankt war, ist erschreckend. Sie zeigte, dass der pflegende Partnerteil sechs Mal häufiger gleichfalls an Demenz erkrankte als die Vergleichspersonen. Die Wissenschaftler konnten bisher keine Ursache entdecken, befürchten jedoch, dass die Krankheit in irgend einer Weise ansteckend sein könnte.
Allein deutschlandweit leiden etwa 1,2 Millionen Patienten an einer Demenz-Erkrankung. Die meisten von ihnen benötigen Hilfe und Pflege im Alltag. Laut der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” gibt es jedoch Hinweise darauf, dass bei älteren, geschwächten Menschen eine Demenz-Erkrankung durch Infektionen und Entzündungen hervorgerufen werden könnte.
Die Vermutung: Herpesviren und andere Bakterien-Arten verursachen ein Absterben von Gehirnzellen, die bei einer Demenz-Erkrankung typischerweise nicht mehr vorhanden sind. Bei jüngeren Menschen wurde diese Entwicklung jedoch nicht beobachtet. Experten schätzen jedoch eher die jahrelangen Lebensumstände der Kranken und Pflegenden als Ursache ein. Die „FAS“ zitiert Hans Frönst, Leiter der Psychiatrie im Münchener Klinikum rechts der Isar, dergestalt, dass auf diesem Gebiet mehr Forschung nötig ist.
Bild: flickr / francisco_osorio