Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Werbung und Marketing

25.08.2009 | 12:24 Uhr

Verbotene Arzneimittel sind immernoch ein Problem für Suchmaschinen

Eine Studie die Werbungen für Internet-Arzneimittel in den USA (genauer für die BING die Suchmaschine von Microsoft) untersuchte fand heraus, dass viele angebotene Medikamente gefälscht oder illegal waren. Es stellte sich heraus, dass man selbst an verschreibungspflichtige Medikamente ohne eine gültige Verschreibung oder irgendwelchen Altersangaben gelang.

Zu solchen Webseiten für Online-Arzneimittel findet man häufig durch gesponserte Werbung die meistens rechts auf den Ergebnisseiten von Suchmaschinen erscheint. In den früheren Jahren des Internets handelte es sich hierbei um Fälle, in denen Unternehmen nicht die legalen Vorrausetzungen für den Verkauf von Medikamente kannten.

Später waren es z.B. ältere Bürger die Medikamente billiger erhalten wollten, als sie es in den USA waren. In der heutigen Zeit ist das internet auch eine Anlaufstelle für Medikamentensüchtige und Medikametenmissbrauch geworden. Microsoft benutzt mittlerweile eine Internet-Pharmaeüberprüfung namens “PharmacyChecker”, die die schwarzen Schafe unter Arzneimittelanbieter identifizieren soll.

Die ungefähre Rate der illegalen Arznei-Vertriebsstellen liegt bei etwa 15 Prozent. Eine Studie vom April 2008, die 558 Internetverkaufsstellen für Medikamente untersuchte, entdeckte, dass fast die Hälfte von Ihnen verschreibungspflichtige Medikamente illegal oder unprofessionell verkaufte.

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Nach dieser Studie versprach Google, dass es die Liste der geprüften Internet-Arzneimittel-Verbände nutzt, um illegale Seiten rauszufiltern. Während Yahoo meinte, dass es Aufgabe von “PharmacyChecker” sei, solche rechtswidrigen Seiten zu enttarnen.

Eine weitere Untersuchung im Juli 2008 ergab, dass die Zahl von Webseiten, die rezeptpflichtige Medikamente ohne Kontrolle verkaufen, jedes Jahr seit dem Zeitraum von 2004 bis 2007 anstieg, jedoch 2008 zurückging.

Viele dieser illegalen Seiten dienen nicht einmal zum Pharmazieverkauf, sondern sind von vornherein organisierte Verbrechen und riesige rechtswidrige Netzwerke, die ihren Sitz meistens in Russland oder anderswo in Osteuropa haben, um Ihre Kunden zu täuschen und zu hintergehen.

Kurz gesagt: Teile dieser Internet-Arzneimittel, sind weder richtige Arzneimittel, noch werden sie von echten Pharmazeuten geleitet; sie entsprechen einfach einer “online Straßenecke, in der Drogendealer ihrem Geschäft nachgehen”.

Von 41.000 geprüften Internet-Arzneimittel sind gerade einmal 2-3 Prozent rechtmäßig. Microsoft gab zu diesem Thema folgende Erklärung den CNET News ab: “Wir glauben, das das “PharmacyChecker”-System wie geplant arbeitet. Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass die “PharmacyChecker”-Liste an rechtsgültigen Arzneimitteln nur ein Teil eines sehr komplexen Systems ist, dass die Verfahrensweise durchführt.”

Schön ist auch die Grafik aus dem Overview der Studie, welche zeigt, dass 89,7 Prozent der Microsoft gesponserten Suchergebnisse bzw. Werbung, illegal oder Fakes sind.

Ganzer Artikel mit genaueren Ausführungen hier in Englisch bei Cnet.

Bild via legiscript

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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