Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Mindestlohn

25.06.2010 | 15:22 Uhr

Verschärfte Mindestlohnkontrollen für Arbeitgeber

Verschärfte Mindestlohnkontrollen für Arbeitgeber

Verschärfte Mindestlohnkontrollen für Arbeitgeber

Berlin – Ursula von der Leyen, Bundesarbeitsministerin, hat verschärfte Kontrollen des Mindestlohnes angekĂĽndigt. Grund dafĂĽr sind die massiven Verstöße. Von der Leyen: “Wenn wir gemeinsame Regeln verabredet haben, dann mĂĽssen diese Regeln auch eingehalten werden”. 1.500 BuĂźgeldverfahren gegen Arbeitgeber liefen allein in der Bauwirtschaft (2009). Sanktionen anderer Art werden derzeit nicht erwogen. “Das Problem liegt eher in der Frage, diejenigen zu finden, die die Mindestlöhne unterlaufen”, so von der Leyen.

“Wenn die Bundesregierung tatsächlich wirksame Kontrollen fĂĽr die Einhaltung der Mindestlöhne garantieren will und sie nicht nur als politisches Feigenblatt betrachtet, muss sie das erforderliche Personal zur VerfĂĽgung stellen“, sagt Klaus Leprich, Chef des BDZ. Er geht von 500 – 2000 benötigten neuen Stellen aus, wenn eine Ausweitung stattfinden soll. Konsequente Kontrollen kann es mit den bis 2013 geplanten 500 neuen Stellen nicht geben.

Das Bundesfinanzministerium wies die Forderung der Gewerkschaft zurĂĽck. “Ich habe keine Erkenntnisse, dass die PrĂĽfungen lĂĽckenhaft wären” und betont, dass das derzeitige Personal ausreiche. 2009 wurden in der Baubranche 14.000 Arbeitgeber geprĂĽft sowie 170.000 Beschäftigte. 2.000 Arbeitgeber und 20.000 Beschäftigte waren es bei den Gebäudereinigern und 200 BuĂźgeldverfahren waren die Folge.
Der Mindestlohn wird ab August auch in Pflegediensten und Altersheimen Anwendung finden. Hier sind rund 800.000 Beschäftigte tätig. So gelten dann für drei Millionen Beschäftigte die Mindestlöhne.

Bild: flickr / katerha

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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