Krankenkassen
Vorstandsgehäter – Artikel im Manager Magazin
Von einem Magazin Namens “manager magazin” hätte ich erwartet, dass die Vorstandsgehälter relativ zu Vorstandsgehältern in der privaten Wirtschaft betrachten und nicht nur einfach den Artikel von Bild.de “ĂĽbernommen” wird.
Ja, sehe ich auch so. Und dann ist der Artikel auch noch erstellt mit “Material von ap und dpa”. Das sind Presseargenturen. Bedenkt man dann noch, dass es sich bei der Angabe der Vorstandsgehälter der gesetzlichen Krankenkassen um eine gesetzliche Pflichtveröffentlichung handelt, bleibt nicht mehr viel journalistischer Anteil von manager-magazin.de. Die mĂĽssen scheinbar auch sparen.
Es ist wirklich furchbar, dass die Meldungen der Presseagenturen in fast jedem (Online)Magazin 1 zu 1 veröffentlicht werden. Irgendwie fehlt mir die Abgrenzung der Magazine – die “eigene Meinung”.
Aber das müssen diese Magazine wissen. Früher oder später werden diese auch erkennen, dass es möglich ist mehr Leser zu gewinnen, wenn eine Abgrenzung zu dem Boulevard vorhanden ist.
Hier ein paar Vergleiche:
Die DKV hat 3,2 Mio. Versicherte und 3,7 Mrd. Euro Beitragseinnahmen, fünf Vorstände mit Gesamtbezügen von rund 2,5 Millionen Euro
Die Allianz-PKV hat rund 2,4 Mio. Versicherte und 3,1 Mrd. Euro Beitragseinnahmen, vier Vorstände mit Gesamtbezügen von über 4,3 Millionen Euro
Die Signal hat 2 Mio. Versicherte und 2 Mrd. Beitragseinnahmen, sechs Vorstände mit Gesamtbezügen von knapp 1,2 Millionen Euro
Bei der Stadtsparkasse MĂĽnchen bekommen die einfachen Vorstandsmitglieder 344.485 Euro, der Vorstandsvorsitzende 384.000 Euro
der siebenköpfige WestLB-Vorstand hat Bezüge von insgesamt 12 Mio. Euro. Davon wurden 3,2 Mio. Euro erfolgsabhängig bezahlt. Die WestLB hatte im betreffenden Jahr 2007 einen Verlust in Höhe von 1,6 Mrd. Euro.
Hallo flederwisch,
danke für die genauen Daten. Es belegt genau mein Empfinden. So gut bezahlt sind GKV Vorstände nämlich nich.