Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Krankenhaus

12.04.2010 | 19:52 Uhr

Vorwurf der Falschabrechnung von der DKG zurück gewiesen

Georg Baum: Deutsche Krankenhausgesellschaft e. V.

Georg Baum: Geschäftsführer DKG e. V.

Berlin. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) weist die Anschuldigungen des GKV-Spitzenverbandes, mit dem Hinweis einer falschen Tatsachendarstellung und mutwilliger Böswilligkeit, zurück. Der GKV-Spitzenverband hatte erklärt, der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) entstehe jährlich ein Schaden von rund 1,5 Milliarden Euro, bedingt durch falsche Krankenhausabrechnungen.

DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum monierte dies: „So sollten Vertragspartner nicht miteinander umgehen.“ In diesem Zusammenhang verwies er auf das Abrechnungssystem für stationäre Behandlungen, in dem ein sehr kompliziertes Kodierungssystem enthalten ist. Anhand dieses Systems sollten aus rund 27.000 Prozeduren und etwa 13.315 Diagnosen korrekte Dokumentationen erstellt werden. Interpretationsspielräume würden zwangsläufig durch nachträgliche Prüfungen geschaffen. Diese haben allerdings nichts mit Falschabrechnungen gemein, erklärte Baum.

Trotzdem würden den Kliniken jährlich 600 Millionen Euro weggekürzt. „Dabei geht es nicht um Falschabrechnungen, sondern um den Verzicht rechtlicher Auseinandersetzungen mit dem Medizinischen Dienst der Kassen“, verdeutlicht Baum. Viele Kliniken scheuten diese Verfahren, da sie unzumutbare Bürokratie und Kosten verursachten und zudem ärztliches Personal von ihren eigentlichen Aufgaben abhielten.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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