Pflegeheim
Wann ist etwas sozial und wann asozial?
Ich habe euch ja gestern heute morgen bevor ich schlafen gegangen bin noch eine Kurzmeldung (das neue oben in der Mitte
) dagelassen, dass noch ein Artikel über Windeln + AOK in der Warteschlange hängt.
In der SchweringerVolkszeitung habe ich einen Artikel über eine alte Frau gelesen. Darin berichtet ein Mann über den Alltag seiner Frau. Sie leidet unter Alzheimer und Inkontinenz. Daraus resultiert das Problem, dass sie mit dem Gedächtnis Probleme hat und deshalb Windeln tragen muss. Weil sie sich sonst einnäßt.
Seit neustem schreibt AOK Schwerindem Pflegeheim (in dem die Frau ist) vor, welche Windeln sie nehmen müssen. Ich schätze mal wegen dem Punkt kosten. Denn vorher konnte sich das Pflegeheim die Windeln selber aussuchen.
Bei den alten Windeln (welches das Pflegeheim verwendet hat) gab es nie Probleme. Bei der neuen vorgeschriebenen Variante schon. Jetzt bei der neuen (vorgeschriebenen) Variante fängt die Windel nichtmehr alles auf und die Frau sitzt im Nassen und die Kleidung und Sessel etc sind feucht.
Das ist jetzt nur ein Fall. Laut dem Pflegeheim soll das Problembei mehreren Patienten (welche diese Variante verwenden) auftreten.
Die AOK hatte die Variante ausgeschrieben und dann den “besten” Lieferanten ausgewählt.
Das frage ich mich jetzt. Das ist ja kein Einzelfall. Soll das Geld (wonach wohl die AOK entschieden hat) über der Menschenwürde (anderes Wort finde ich nicht) stehen?
Ist der soziale Effekt (Einsparung Geld für die Maße) oder der asoziale Effekt (die Frau pisst alles voll – sorry musst ich jetzt mal so hart sagen!) höher?
Für mich eindeutig. Das ist asozial! Mensch! Sparen geht nicht über alles! Da gibt es 100%ig bessere Ecken an denen ihr anfangen könnt.
Und dann am Ende des Artikels diese Aussage:
Krankenkasse sucht nach Lösung des ProblemsIm Fall der Wariner Seniorin versprach Juhl, zusammen mit dem Pflegeheim nach einer Lösung zu suchen. Dazu soll noch in dieser Woche ein Gespräch in Warin zwischen der AOK, ihrem Vertriebspartner, der Heimleitung und der betroffenen Familie Götting stattfinden
Sorry, aber wenn mir das wichtig ist. Dann sag ich nicht ich such nach einer Lösung, sondern ich sag: “Was? Oh nein! Das schau ich mir heute noch im Heim an! Solange können sie erstmal die alte Variante verwenden! Die entgültige Lösung haben sie in 2 Tagen!”
Gespräche.. Naja. Das klingt für mich nicht nach einer schnellen Entscheidung.
Das ist erst der Anfang. Da die Politik den Gesundheitsfonds ab 1.1.2009 ganz bewußt mit zu wenig Finanzmittel ausstattet, werden die Krankenkassen sparen, sparen und nochmals sparen. Alles nur, um keinen Zusatzbeitrag erheben zu müssen.
Die Sparwelle geht schon an allen Ecken und Enden los. Wie jetzt vom Gesundheits-”experten” schlechthin, Herrn Prof. Dr. Dr. Karl “Ich-wusste-schon-immer-alles-besser” Lauterbach zu hören war, kündigen die Kassen flächendecken die Verträge zur Integrierten Versorgung:
http://www.aerztezeitung.de/po.....sid=518943
Zu dem konkreten Fall mit den Inkontinenz-Windeln: Die neuen Windeln, die nichts taugen, sind halt nur Standardware. Gute Windeln kosten etwas mehr, aber die können/wollen sich die Kassen nicht mehr leisten (siehe oben).