Freitag, 25. Mai 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Zecken

18.05.2010 | 11:04 Uhr

Was, wenn die Antibiotika-Therapie nach positivem Borreliose-Test nicht wirkt?

Im Gespräch mit dem Kölner Stadtanzeiger verweisen Prof. Gerd Fätkenheuer, Prof. Gerhard Wiesmüller und Prof. Heinz Mehlhorn bei einer nicht wirksamen Antibiotika-Therapie auf einen eventuell falsch-positiven Test. Etwa 35% der Personen, die in einer Untersuchung auf Borreliose getestet wurden, erhielten einen positiven Bluttest, obgleich sie völlig gesund waren. Daher ist der Bluttest ungeeignet, wenn er zur Abklärung unklarer Fälle herangezogen wird. In solchen Fällen sind die Gelenkpunktion oder eine Nervenwasser-Untersuchung sinnvoller. Dasselbe ist der Fall, wenn nach erfolgreicher Therapie ein immer noch positiver Bluttest existiert. Dieser ist nicht aussagekräftig, da er häufig ein Leben lang positiv bleibt.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

2 Kommentare zu “Was, wenn die Antibiotika-Therapie nach positivem Borreliose-Test nicht wirkt?”
  1. Zecki sagt:

    Es kann manchmal vorkommen, dass ein Test falsch positiv ist, aber dafür muss man doch extra einen Westernblot als Bestätigungstest machen, der dieses eindeutig erkennt.
    Viel höher ist die Möglichkeit von falsch-negativen Bluttests.
    Denn im Stadum 1 der Erkrankung sind diese Tests von 50% bis zu 80% negativ. Selbst im Spätstadium haben die Tests meist nur eine Sensitivität von 70%. D.h. sie sind zu 30% falsch negativ.
    Eine Gelenkpunktion mittels PCR versagt selbst bei massiven Gelenkbeschwerden bie über 80% und eine Nervenwasseruntersuchung ist bei Gelenkbeschwerden völlig sinnlos. Selbst bei einer Neuroborreliose konnte mit der Nervenwasseruntersuchung diese nur bei 5% festgestellt werden.

    • Ich will kein Zecki sein sagt:

      Was soll uns das sagen!?
      Seit 1 Jahr gehe ich mit einer Wirbelgelenksentzündung von Arzt zu Arzt. Bis Grönemeyer, Bochum auf eigene Kosten!!
      Jetzt ist Borreliose festgestellt worden (mit typ. Wanderröte, aaaaaaa……ber die Infektion ist wohl schon ein älterer Zeckenbiss!! Keiner weiß Bescheid.
      Ich gehe die Wände hoch vor Schmerzen. Jetzt bekomme ich Spritzen “Ortokin”, auch auf eigene Kosten diese Blutentnahme und deren Aufbereitung, statt Kortison.
      Es gibt einen “Spezialisten in Rheinbach, aber wieder ein Privatarzt, der Ahnung hat und den ich jetzt nicht mehr bezahlen kann. Auch in der Uni Köln gibt es Spezialisten, mal sehen ob ich das noch finanzieren kann.

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