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Wenn der AOK Bundesverband die Siemens BKK und die Techniker Krankenkasse disst
Dissen ist ja bekannt als ein Verhalten um jemanden schlecht zu machen, jemanden schräg anzumachen oder respektlos zu behandeln.
So bezeichnet es jedenfalls die wikipedia.
Also Fragen wir uns mal wie das ist wenn eine Krankenkasse die andere Krankenkasse disst!?
Naja. Das passiert dann nicht auf dem Weg mit: “Ey Alder was guckst du? Dei Mudder..” usw. wir kennen das ja alle aus genug Satiren oder MyVideo – Youtube Ausschnitten usw.
Aber in der Krankenkassenwelt passiert das ja alles mit ein bißchen mehr respekt mit einer anderen Wortwahl.
Das ist nun passiert. Hier also mal das Beispiel.
Ich habe ja gestern über den Krank ist geil Artikel – Der neue Morbi RSA berichtet. Darin sagt ja der Vorsitzende der Siemens BKK aus dass er in Zukunft wohl trixen müsse um an mehr Geld zu kommen (also das er so machen muss als wären die Menschen Krank – jedenfalls laut Statistik). Näheres könnt ihr nochmal in dem Artikel nachlesen.
Irgendwie sah sich wohl der AOK Bundesverband so genötigt, dass er eine Pressemitteilung herausgeben musste. Die Pressemitteilung ist zwar schon vom 8. August aber ich habe sie jetzt erst gesehen.
Darin heißt es so schön:
Die Attacken des Vorstandschefs der Siemens-BKK, Hans Unterhuber auf die vom Gesetzgeber vorgesehene Ausrichtung des Wettbewerbs unter den Krankenkassen auf eine effektive, gute medizinische Versorgung von Kranken, zeigen nach Ansicht des AOK-Bundesverbandes, dass sich die Siemens-BKK diesem Wettbewerb offenbar nicht stellen wolle.In einem myVideo würde es jetzt so lauten: “Ey alder hast Angst oder was geht bei dir?”
Gut man könnte jetzt denken die AOK hat sich ausgetobt und gut ist. Das langt ja auch wenn man sagt dass die Siemens BKK indirekt Angst vor Effektivität und einer guten Medizinischen Versorgung hat. In dem Zusammenhang versteh ich zwar nicht die Pressemitteilung. Aber gut. So ist das halt wenn man einen Artikel mit nem Knäul im Hals aus purem Hass schreibt
Also was die AOK sagen will glaube ich ist die Siemens BKK hat Angst vor einer guten Versorgung (Sinn hin oder her es steht da so)
Also ausgespielt!? Nein natürlich nicht. Es geht weiter.
Gerade eine Siemens-BKK müsse doch inzwischen begriffen haben, dass Strategien zur Vermeidung eines ehrlichen und offenen Wettbewerbs nicht mehr akzeptabel seien.Das klingt für mich irgendwie nach einer offenen Rechnung!? Hat der AOK Bundesverband da etwa noch eine offene Rechnung mit der Siemens BKK? Hat da jemand die Förmchen ausm Sandkasten geklaut bekommen
Aber egal.
Wenn man diesen Satz jetzt liest klingt er eher unwichtig. Aber analysieren wir mal mit Verstand. Das heisst für mich die Siemens BKK hat in der Vergangenheit wohl einen unehrlichen oder geschlossenen Wettbewerb geführt!? Nichtmehr wohlgemerkt. Also haben das andere in der Vergangenheit gemacht!? Auch die AOK!??? Klingt für mich jedenfalls so.
Man könnte jetzt wirklich denken. Komm gut ist. Hals ist wieder dünn. Der Hass ist raus. Und verplappert habt ihr euch auch noch. Nein. Der diss geht weiter.
Es ist ein großer Erfolg der deutschen Gesundheitspolitik, wenn künftig auch Kassen wie die Techniker-Krankenkasse oder die Siemens-BKK sich intensiver um eine gute Versorgung chronisch Kranker bemühen müssen.Der Satz klingt auch stark nach. In der Vergangenheit ging die Versorgung von chronisch Kranken der TK und der SBK am Popo vorbei.
Dann erklärt wir noch in der Pressemeldung erklärt warum der Diss jetz sein musste. Das will ich natürlich nicht vorenthalten.
Ahrens dazu: “Kranke sind unter den vom Bundesversicherungsamt festgelegten Bedingungen nur dann ein sogenanntes gutes Risiko, wenn es einer Krankenkasse gelingt, diese Kranken wirtschaftlicher und gleichzeitig qualitativ so zu versorgen, dass deren Krankheitsschwere nicht zunimmt, sondern abnimmt und dadurch die für eine Krankheit entstehenden Folgekosten sinken.” Ahrens machte deutlich: “TK und Siemens-BKK wissen ganz genau, wie der Ausgleich wirklich funktioniert: Nur die statistisch ermittelten durchschnittlichen Folgekosten eines Kranken aus der 80er Gruppe der schweren Erkrankungen bestimmen die Höhe der Zuweisung aus dem Gesundheitsfonds. Wenn also eine Kasse für eine besonders gute Behandlung und damit einen Rückgang von Folgekosten für den Patienten sorgt, so dass diese unter den Durchschnittswert der GKV sinken, entsteht für die Kasse ein finanzieller Vorteil.” Es sei das richtige Ziel der deutschen Gesundheitspolitik, es genau durch diesen Mechanismus für die Krankenkassen künftig ökonomisch interessant zu machen, Kranke effektiver zu behandeln.” Ahrens forderte TK und Siemens-BKK auf, sich im Interesse der vielen schwerkranken Versicherten diesem Wettbewerb um bessere Behandlung und Kostensenkung zu stellen.Kurz gesagt die AOK sagt die TK und SBK hätten in dem Interview ein bissl Blödsinn erzählt. Die Frage an der Stelle ist für mich nicht ob einer Gewinn macht und wieviel Gewinn er macht und wie er das macht oder auch das gleiche Spielchen mit Verlust. Denn diese Diskussion kann an anderer Stelle geführt werden. Das ist auch für mich ziemlich überflüssig denn den Bilanzstrich ziehen wir nach Ablauf eines Jahres und dann kann man schauen wo nachgebessert werden muss. Alle eventualitäten sind in einer Gesundheitsreform diesen Ausmaßes einfach nicht einzuplanen. Zudem würde ich (obwohl ich sage ich hab gutes Krankenkassenverständnis) mir nicht herausnehmen eine Arbeit zu verurteilen die von Menschen bestimmt ausführlich geplant wurde. Das zählen auch Statistiken und mathematische Formeln eine Rolle. Gut vielleicht macht der eine oder andere an der einen oder anderen Stelle mit der einen oder anderen Verfahrensweise ein bissl mehr als vorher, aber ist das für die gesamt Reform relevant!?
Da würde ich sagen abwarten Teetrinken. Um das zu analysieren bräuchte ich eine Menge Datenmaterial, viel viel Kaffee einen guten Taschenrechner und ein paar Jahre Zeit
Und philosophische Gedanken spar ich mir an der Stelle.
Ob das gut oder schlecht war was die SBK und die TK gemacht haben!? Ich weiss es nicht. Gut finde ich dass die Krankenkassen auf einen Mißstand hingewiesen haben. Der Rahmen war vielleicht ein bißchen zu groß. Aber gut. Wie will man sonst in Deutschland die Menschen erreichen wenn es um Krankenkassen geht!?Auf den Mißstand des fehlenden Interesses an dem krankenversicherungssystem hab ich ja auch schon hingewiesen.
Jedenfalls find ich den Artikel als ein schönes Beispiel dass auch Krankenkassen ihrem Hass mal luft machen
Und mir hats gefallen und ich musste schön schmunzeln. Vielleicht haben ja auch Krankenkassen geantwortet!??
Ich werde das in den nächsten Tagen überprüfen und gegebenenfalls updaten.
Nochmal an der Stelle. Zurzeit ist hier ein bißchen weniger Artikelvielfalt als normalerweise. Das liegt daran dass ich nächste Woche Sonntag eine Diplomarbeit abgeben muss
Also nicht böse sein. Der Blog wird auch nicht aufgegeben oder was auch immer. Hier geht bald wieder Schmitz-Katze ab (ein schönes Ende des Diss Artikels fand ich
)
Pressemeldung via
Foto: flickr.de / XxSTRYKERxX
Ich glaube, hier will sich die AOK mit einer Art von Vorwärtsverteidigung für etwas rechtfertigen, was ihr von der TK und der Siemens BKK unterstellt wird: Die AOKen erhalten aus dem RSA das meiste Geld, denn sie haben halt auch die meisten kranken Versicherten. Zahler im RSA sind Ersatzkassen wie die TK und Betriebskrankenkassen wie die Siemens BKK – daher auch der notorisch dicke Hals dieser beiden Kassen(arten) :giggle:
Wenn jetzt am RSA was geändert wird, was die Morbidität, also die Vorkommenshäufigkeit von Krankheiten im Versichertenbestand berücksichtigt, dann profitiert davon scheinbar vor allem die AOK. Obwohl die natürlich nur eingeschränkt was für ihre historisch gewachsene Versichertenstruktur kann (die AOK musste alle Versicherten nehmen, die keine andere Kasse wählen konnten).
Da man annehmen muss, dass die Kassen über den Morbi-RSA höhere Zuschläge aus dem Gesundheitsfonds erhalten, wenn sie sehr viele Versicherten haben, die an einer der 80 zuschlagsfähigen Erkrankungen leiden, die das BVA vor einiger Zeit festgelegt hat, drängt sich aus der Sicht der RSA-Zahlerkassen wie der TK und der Siemens BKK der Verdacht auf, dass
SORRY, ich war ja noch gar nicht fertig …
:sorry:
Also: Es drängt sich dann der Verdacht auf, dass durch Manipulation der Krankheitsdaten der AOK diese mehr Versicherte als an zuschlagsfähigen Erkrankungen leidend darstellt, als es wirklich sind. Bekanntlich ist die Medizin ja keine exakte Wissenschaft und da kann ein Krankheitsverdacht schon mal bei intensiverem Hinsehen zu einer echten Diagnosestellung werden.
So etwas lässt dann die Hälse der RSA-Zahlerkassen weiter schwellen
und führt dann zu dem geschilderten Dissen.
Man muss in diesem Zusammenhang noch wissen, dass die TK schon immer gegen den RSA gewesen ist und dagegen sogar – erfolglos – vor Gericht geklagt hat. Wenn dann so jemand mit anderen zusammen richtig losholzt, dann schlägt das AOK-Imperium schon mal prophylaktisch mit dem Laserschwert zurück :starwars:
Da kann man als außenstehender Beobachter nur sagen: “May the Force be with them …”
Hi Revengeofpkv – also du weisst doch – ich mag deine Kommentare also kannst du auch 10 000 Zeilen lange schreiben :2thumbs:
Das mit der Klage gegen den RSA von der Techniker Krankenkasse wusste ich bis jetzt auch noch nicht. Man lernt in dem Krankenkassenmarkt halt jeden Tag was neues dazu. Ich würde gerne mal wissen ob das mit dem dazulernen auch Ulla Schmidt so geht. Denn wer kann schon wirklich von sich behaupten, dass er jede Kleinigkeit in dem Markt kennt!? Ich nicht.
Aber die Techniker und die BKK´s müssen ja auch was dagegen haben, denn es wird ihnen (viel) Geld genommen. Ich zieh ja gern den Vergleich: Dort arbeiten auch nur Menschen und geh mal in Deutschland in ein Haus und sage du nimmst ihnen jetzt soviel Geld weg.
:untechy: :dork: :headbump: :starwars: :stooges: :nobanana: good luck
Wie du auch gesagt hast, die AOK´s können auch nichts für ihre (über die Jahre) gewachsene Struktur. Fakt ist: Sie haben nunmal mehr Kranke und Ältere als ein “großer” Teil der anderen Kassen.
Und die Wahl ist nunmal einen Finanzausgleich zu machen bzw. zu erweitern oder die Kranken zu zwingen auch in die Krankenkassen zu gehen die bis jetzt nur eine “gesunde” Versichertenstruktur haben. :duck: :fly3:
Oder habt ihr / bzw. du noch eine 3. Variante?