Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Krankenkassen

22.06.2010 | 9:52 Uhr

Wie viele Krankenkassen sind noch von der Pleite bedroht?

Krankenkassenpleite

Krankenkassenpleite

Wie allgemein bekannt, fehlen den GKV im nächsten Jahr rund 11 Milliarden Euro. Dem sollen MaĂźnahmen wie Röslers Pharmapaket abhelfen. FĂĽr den größten Teil des Defizits ist sich die Koalition ĂĽber den Ausgleich jedoch noch uneins. Der Einheitsbeitrag soll nicht erhöht werden, die Kopfpauschale ist ebenfalls kein Thema mehr. DafĂĽr fällt der Steuerzuschuss höher aus als geplant. Auch höhere Zusatzbeiträge fĂĽr die Versicherten liegen im Bereich des Möglichen. 13 Krankenkassen verlangen derzeit einen solchen Zusatzbeitrag – Tendenz steigend.

Der Spitzenverband der GKV spricht aktuell von 166 gesetzlichen Krankenkassen. Diese Anzahl wird jedoch schrumpfen, droht doch einigen von ihnen die Pleite. Gespräche über Fusionen sollen die Krankenkassen retten, doch es besteht kaum noch ein Spielraum. Das Bundesversicherungsamt wurde bereits über drei drohende Insolvenzen informiert. Dazu gehören die City BKK, die GBK Köln und die BKK für Heilberufe. Insbesondere die City BKK ist wohl kaum noch zu retten.

Für die Versicherten bedeutet dies jedoch keinen Versicherungsschutzverlust. Innerhalb von zwei Wochen nach der Schließung können sie sich bei einer neuen Krankenkasse anmelden. Ablehnungen oder Gesundheitsprüfungen sind ausgeschlossen. Die Mitglieder der Krankenkassen, die pleite sind, werden von diesen informiert. Dabei sollten die Versicherten sich jedoch schnell eine neue Krankenkasse suchen, da sie sonst vom Arbeitgeber, dem Jobcenter oder der Rentenversicherung automatisch einer Kasse zugewiesen werden.

Bild: tommyS / pixelio.de

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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