Freitag, 25. Mai 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Ulla Schmidt

14.10.2008 | 13:30 Uhr

Wie viele Krankenkassen werden wir in 2 Jahren haben?

Es wurde ja auch hier schon öfter auf dem Blog diskutiert/gefragt, warum wir in Deutschland so viele Krankenkassen haben und ob das überhaupt effizient ist. Der MDR hat das Thema jetzt einmal aufgegriffen und versucht zu beantworten.

Interessant ist die Geschichte der Krankenkassenentwicklung:

  1. Nach der Gleichschaltung während der Nazizeit sollte es Vielfalt geben.
  2. In den 70er Jahren existierten noch über 1000 Krankenkassen.
  3. 2010 soll es lediglich noch 50 bis 70 Krankenkassen geben.

Ob wir mit 50-70 Krankenkassen besser fahren wie jetzt, glaube ich schon. Die Gefahr ist aber, dass sich die Krankenkassen weiter zusammenschrumpfen und lediglich einige wenige (5-10) übrig bleiben.

Zitat Ulla Schmidt: Die Fusionen führen dazu, dass es eine bessere Risikoverteilung gibt in den Krankenkassen und das sie eine größere Macht haben gerade um zum Beispiel im Arzneimittelsektor wirklich kluge, gute Rabattverträge auszuhandeln oder Preisverhandlungen zu führen, weil sie eine ganz andere Größe in der Versichertenpopulation auch vertreten.”

In dem Film Spiderman gibt es das schicke Zitat: “Aus großer Macht folgt auch große Verantwortung.”

Ihr fragt euch jetzt warum ich das hier aufführe?

Zwar kann die Krankenkasse Arzneimittelhersteller (die ja immer als die “Achse des Bösen” in dem Gesundheitssektor benannt wird  :sail: ) beeinflussen, erlangt aber auch mehr Macht gegenüber anderen Verhandlungspartnern wie zum Beispiel Ärzten.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

3 Kommentare zu “Wie viele Krankenkassen werden wir in 2 Jahren haben?”
  1. RevengeofPKV sagt:

    Also Frau Hartwig würde bei dieser Entwicklung jetzt sicher mutmaßen, dass dies daran liegt, dass die gesamte GKV in einem Stück besser an die amerikanische Versicherungsgesellschaft “Kaiser Permanente” verkauft werden kann.

    In dem Fahrwasser weitergesponnen hier ein anderer Erklärungsansatz: Aus welchem untergegangenen, zentralistisch und planwirtschaftlich organisierten Staat kommt Frau Merkel nochmal :giggle: ?

  2. steffen sagt:

    Aus welchem untergegangenen, zentralistisch und planwirtschaftlich organisierten Staat kommt Frau Merkel nochmal ?

    :jumping:

    Ich erinnere hier mal kurz dein Kommentar unter “Und was gibt es heute neues Frau Schmidt” http://www.kvportal.de/politik.....3#comments

    Zu mein gloreichen Bilderrätsel (dabei hatte ich mich doch so angestrengt..) :2thumbs:

    Das war doch viel zu einfach! :frigo:

    :idea: Den Ball spiel ich dir hier mal zurück

    —-

    Aber zum Thema. Man sollte die Anzahl der Krankenkassen nicht zuweit beschränken. Die Marktmacht wäre viel zu hoch..

    Deshalb hoffe ich auch, dass die gute Frau Merkel noch rechtzeitig einlenkt. Und das ganze Thema mit (weniger ist mehr) nicht übertrieben wird..

  3. pumudu sagt:

    Glaube nicht das größere Kassen mehr Einfluß auf die Pharmaindustrie haben werden. Die Pillendreher haben sich doch schon zu Schröders Zeiten bei den Politikern freigekauft (von 300 Mill. war damals die Rede) und den Krankenkassen die lange Nase gezeigt. :brr:

    Solange das ganze System mit den vielen Interessengruppen untereinander keine Einigkeit erzielen kann wird sich für die Versicherten leider nicht viel ändern. :sail:

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