Dienstag, 21. Mai 2013 | Gesundheitswesen Magazin

Wirkstoffpflaster

15.06.2010 | 18:37 Uhr

Wirkstoffpflaster können Atemnot und Übelkeit verursachen

pflaster Wirkstoffpflaster können Atemnot und Übelkeit verursachen  BildDie ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) hat darauf hingewiesen, dass die falsche Anwendung von Wirkstoffpflastern unangenehme Nebenwirkungen haben können. So verursacht eine unsachgemäße Verwendung Atemnot und Übelkeit. Zudem löst eine Überdosierung Durchfall und Halluzinationen aus. Dabei hängen die Symptome in erster Linie vom jeweiligen Wirkstoff ab.

Daher sei es angeraten, sich die Wirkungsweise und die sachgemäße Verwendung vor der Anwendung eines Wirkstoffpflasters erklären zu lassen. Zudem sollten diese Pflaster prinzipiell nur auf unverletzter Haut zum Einsatz kommen. Eine trockene, saubere Hautfläche ist hilfreich. Behaarte Hautstellen sollten nicht rasiert, sondern maximal mit einer Schere gekürzt werden. Darüber hinaus sollte jedes Pflaster auf eine neue Hautstelle aufgebracht werden. So lassen sich Hautirritationen verhindern.

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände warnt ebenfalls davor, mehrere Wirkstoffpflaster gleichzeitig auf die Haut zu kleben, und die „Teilung“ des Pflasters durch Zerschneiden sollte ebenso unterbleiben, da sich andernfalls die Freisetzung verändern kann.
In der Krebstherapie und bei starken Schmerzen finden Wirkstoffpflaster eine häufige Verwendung. So gelangt der gewünschte Wirkstoff über die Haut in den Blutkreislauf und soll so die Schmerzen lindern. Nebenwirkungen sind jedoch auch hier möglich und sollten dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden.

Bild: flickr / adrigu

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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