Pflegeheim
Zivildienstverkürzung: Warum sechs Monate ein Problem sind
Der Zivildienst soll in Zukunft nur noch über sechs Monate gehen. Eine Nachricht, die den einen oder anderen künftigen Zivildienstleistenden vielleicht erfreuen wird. Doch die stark verkürzte Zeit kann arge Folgen mit sich bringen. Denn sechs Monate sind eindeutig zu kurz. Die Hilfe der Zivis ist dadurch gefährdet.
Es wird befürchtet, dass ein wirtschaftlicher und effektiver Einsatz in Wirtschaftsverbänden und Krankenhäusern kaum noch möglich sein wird. Viele der Zivis werden für Behindertentransporte und Pflegediensten eingeteilt. Sie machen fast die Hälfte der Beschäftigten aus. Bei einer Zivildienstdauer von sechs Monaten, wäre der effektive Einsatz der Zivis einfach nicht mehr möglich. Da der Gesetzentwurf vorsieht den Zivildienst zum 1. August von derzeit neun auf nur noch sechs Monate zu verkürzen, bilden Pflegeheime und andere Arbeitgeber von Zivis bereits  Arbeitsgruppen, um Lösungen für das Problem zu finden.
Zivis sind nur dann richtig einsatzbereit und tauglich, wenn sie qualifizierte Aufgaben übernehmen können. Diese können sie jedoch nur nach einer entsprechenden Ausbildung, beziehungsweise Schulung ausführen. Allein schon die Schulung nimmt bis zu drei Monaten Zeit ein. Bei sechs Monaten Zivildienst bleibt da kaum noch Zeit für den richtigen Einsatz. Die Schulungen können keinesfalls verkürzt werden. Sie sind in voller Länge nötig, um die Aufgaben richtig ausführen zu können. Schließlich können in Krankenhäusern Leben davon abhängen.